Gepade

An Investor verkauft

Jetzt ist es amtlich: Wie bereits Anfang März von Insolvenzverwalter Martin Schmidt von Schultze & Braun angekündigt, wurde der insolvente Polstermöbelhersteller Gepade jetzt verkauft. Gestern wurde der Vertrag unterschrieben. Käufer

Jetzt ist es amtlich: Wie bereits Anfang März von Insolvenzverwalter Martin Schmidt von Schultze & Braun angekündigt, wurde der insolvente Polstermöbelhersteller Gepade jetzt verkauft. Gestern wurde der Vertrag unterschrieben. Käufer ist der auf Restrukturierungssituationen spezialisierte Investor Solvesta, der schon im Vorfeld als finaler Kandidat gehandelt wurde. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dem Übergang auf den neuen Eigentümer bleiben der Standort Delbrück sowie die verbliebenen 150 Arbeitsplätze erhalten.
"Das ist ein guter Tag für Gepade und für die ganze Region", freut sich Martin Schmidt über den gelungenen Verkauf. "Es ist ein starkes Signal seitens Solvesta, den Standort und die Mitarbeiter unverändert zu übernehmen und auch schon in den Verhandlungen daran mitzuwirken, den Vertrieb anzukurbeln und die Produktpalette des Unternehmens mit innovativen Ideen weiter anzureichern. Damit legte das Team von Solvesta den Grundstein, dass Gepade in den kommenden Jahren wieder wachsen kann."
Solvesta-Gründer Dr. Patrick Fahlenbach ergänzt: "Einer unserer Finanziers ist sehr gut in der Möbelbranche vernetzt, so dass wir damit rechnen, dass unser 100-Tage-Plan für die Stabilisierung von Gepade gelingen wird." Fahlenbach wird zusammen mit Christian Solfronk auch als neuer Geschäftsführer der Gepade Polstermöbel GmbH verantwortlich zeichnen. "Wir gehen aber vor allem davon aus, dass der große Zuspruch des Handels, der uns im Vorfeld signalisiert wurde, nun auch wieder zu entsprechenden Bestellungen führen wird."
Großen Respekt zollten Schmidt und die neue Geschäftsleitung auch den Mitarbeitern, die in einer für sie sehr schwierigen Zeit der Ungewissheit mehr als 100 Prozent geleistet hätten – und so dazu beigetragen haben, dass der Verkauf am Ende gelingen konnte.
Solvesta ist, nach eigenen Angaben, darauf spezialisiert, insolvente oder insolvenznahe Unternehmen in Deutschland zu erwerben und aktiv zu restrukturieren. Finanziert werden die Transaktionen von Unternehmern und Fondsmanagern, die ihre privaten Mittel außerhalb ihres Kerngeschäfts in unternehmerische Beteiligungen investieren. Das Tätigkeitsfeld umfasst dabei viele Branchen. Der Fokus liegt auf deutsche, oft inhabergeführte Mittelstandsunternehmen.