Wellmann Bauteile

Insolvenz angemeldet

Nach der Bekanntgabe des Küchenherstellers Gustav Wellmann GmbH Ende Januar, seine 100-prozentige Tochtergesellschaft Wellmann Bauteile GmbH in Bad Salzuflen zu schließen, hat die Wellmann Bauteile heute Antrag auf Eröffnung eines

Nach der Bekanntgabe des Küchenherstellers Gustav Wellmann GmbH Ende Januar, seine 100-prozentige Tochtergesellschaft Wellmann Bauteile GmbH in Bad Salzuflen zu schließen, hat die Wellmann Bauteile heute Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Grund nennt das Unternehmen, dass es "bis dato zu keiner Einigung mit dem Betriebsrat bezüglich eines Sozialplans gekommen ist und eine wirtschaftlich sinnvolle Fortführung des Geschäftsbetriebs nicht mehr gegeben" sei.
Wellmann hatte entschieden, die Fertigung der Zubehörteile künftig an den konzerneigenen Standorten in Enger und Pfullendorf zu konzentrieren. Da der Hersteller aber der einzige Kunde von Wellmann Bauteile war, verfügte die Firma über keine Aufträge mehr und beschloss die Schließung. "Oberstes Ziel der Wellmann Bauteile GmbH war es immer, schnell eine sozialverträgliche Lösung für alle betroffenen Mitarbeiter zu finden", betont das Unternehmen. Dazu seien direkt Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen worden. Angeboten wurde demnach ein Maßnahmenpaket, das unter anderem die Gründung einer Transfergesellschaft mit einer Laufzeit von bis zu acht Monaten und einem damit verbundenen umfangreichen Schulungsbudget sowie der professionellen Betreuung bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstätte enthält. Auch die Zahlung des
Februargehaltes war Bestandteil des Angebotes.
"Befristet war dieses Angebot bis 12. Februar 2014, da eine längere Phase aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich war. Leider ist es bis zum vorgegebenen Termin zu keiner Einigung mit dem Betriebsrat gekommen, weswegen sich die Geschäftsführung jetzt gezwungen sah, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die Wellmann Bauteile GmbH zu beantragen. Über die nächsten Schritte wird jetzt ein vom Gericht eingesetzter Insolvenzverwalter entscheiden", so das Unternehmen.