Kartellrecht
114 Mio. Euro Geldbußen gegen Schaumhersteller
Die Europäische Kommission sieht es als erwiesen an, dass die vier großen Polyurethanweichschaum-Hersteller Vita, Carpenter, Recticel und Eurofoam, ein Joint-Venture von Recticel und der Greiner Holding, an einem Kartell beteiligt
Die Europäische Kommission sieht es als erwiesen an, dass die vier großen Polyurethanweichschaum-Hersteller Vita, Carpenter, Recticel und Eurofoam, ein Joint-Venture von Recticel und der Greiner Holding, an einem Kartell beteiligt waren und hat deshalb gegen sie Geldbußen in Höhe von insgesamt 114 Mio. Euro verhängt.
Wie die Kommission in einer Pressemitteilung erklärt, hätten die Unternehmen von Oktober 2005 bis Juli 2010 Absprachen getroffen, um die Verkaufspreise verschiedener Arten von Schaumstoff in zehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union – darunter auch in Deutschland – zu koordinieren. So sollten die gestiegenen Kosten der Ausgangsstoffe an die Kunden weitergegeben und ein aggressiver Preiswettbewerb untereinander vermieden werden.
Im Einklang mit der Kronzeugenregelung wurde Vita die Geldbuße erlassen, da das Unternehmen der Kommission von dem Kartell berichtet hatte. Ansonsten hätte es 61,7 Mio. Euro zahlen müssen. Auch Recticel und Greiner erhielten verminderte Geldbußen, weil sie die Untersuchungen unterstützt haben. Deshalb muss Carpenter mit 75 Mio. Euro den Löwenanteil zahlen. Die restlichen 39 Mio. Euro verteilen sich auf Recticel und Eurofoam (also Recticel und Greiner).

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