Alno

Der Halbjahresbericht zementiert die hohen Umsatzverluste

Nachdem Alno kürzlich bereits die vorläufigen Halbjahreszahlen bekannt gegeben hat, liegt nun der offizielle Halbjahresfinanzbericht vor. Demnach betrug der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten 196,5 Mio. Euro. Dies entspricht

Nachdem Alno kürzlich bereits die vorläufigen Halbjahreszahlen bekannt gegeben hat, liegt nun der offizielle Halbjahresfinanzbericht vor. Demnach betrug der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten 196,5 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber den 230,9 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung resultiert laut Alno unter anderem aus der im zweiten Halbjahr 2012 vollzogenen Preiserhöhung sowie aus der Entscheidung, auf margenschwache Aufträge zu verzichten und so die Ertragskraft zu steigern.
Die Inlandserlöse gingen um 20,8 Prozent auf 131,0 Mio. Euro zurück, die Auslandserlöse lagen mit -0,1 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Das Ebitda erhöhte sich in der Summe von 5,1 Mio. Euro im Vorjahr um 1,0 Mio. auf jetzt 6,1 Mio. Euro. Das Ebit stieg von -1,4 Mio. um 6,1 Mio. auf nun 4,7 Mio. Euro deutlich. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 42,8 Prozent.
Bezogen auf die einzelnen Konzern-Segmente ergibt sich folgendes Bild: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das Umsatzvolumen der Marke Alno um 4,0 Mio. (-7,3 %) auf 50,8 Mio Euro. Der Umsatz ging dabei im Inland zurück, während er im Ausland gesteigert werden konnte. Beim Ebitda verzeichnet Alno trotz des Umsatzrückgangs einen Anstieg um 11,8 Mio. Euro. Der Wellmann-Umsatz verringerte sich um 26,1 Prozent auf 49,6 Mio. Euro. Die Rohertragsmarge erhöhte sich hingegen um 4,4 Prozent auf 45,4 Prozent. Ebenfalls einen Umsatzrückgang musste Impuls hinnehmen – und zwar um 18,1 Prozent auf 47,9 Mio. Euro. Gleichzeitig stieg die Rohertragsquote um 3,7 Prozent. Und auch bei Pino war die Entwicklung rückläufig: -8,8 Prozent auf 41,6 Mio. Euro. Der Rohertrag blieb mit 15,4 Mio. Euro stabil. Trotzdem besagt der Konzernbericht: "Der Vorstand geht weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung für 2013 aus, auch wenn die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr unter dem Vorjahresniveau lagen."
Zum Stichtag 30. Juni waren im Alno-Konzern 1.897 Mitarbeiter (2012: 1.865) beschäftigt – davon 685 in Pfullendorf, 559 in Enger, 244 in Brilon, 218 in Coswig und 167 in den Auslandstochtergesellschaften.
Am 28. Mai hat der Vorstand außerbörslich insgesamt 400.000 Aktien zum Preis von 1,30 Euro gekauft. Davon entfallen je 50.000 Aktien auf Ralph Bestgen und Manfred Scholz, 100.000 Aktien auf Ipek Demirtas und 200.000 Aktien auf Max Müller (über Starlet). Damit setzt sich die Aktionärsstruktur wie folgt zusammen (Stand August 2013): 30,58 Prozent Whirlpool Germany, 5,56 Prozent Max Müller und Familie, 4,87 Prozent SE Swiss Entrepreneur, 3,002 Prozent LBBW Asset Management Investmentgesellschaft, 2,55 Prozent Küchenholding und 53,43 Prozent Freefloat.