Ikea
Rastatt geht in Revision
Rastatt will Ikea – auch wenn der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg dagegen ist. Das machte eine gestrige Gemeinderatssitzung deutlich. Auf ihr beschlossen die Politiker der Stadt – wenn auch nicht einstimmig –
Rastatt will Ikea – auch wenn der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg dagegen ist. Das machte eine gestrige Gemeinderatssitzung deutlich. Auf ihr beschlossen die Politiker der Stadt – wenn auch nicht einstimmig – gegen das Urteil der Richter in Revision zu gehen, um die Stadt mit Hilfe eines schwedischen Möbelhauses attraktiver zu machen, schreibt heute das Online-Portal "ka-news".
Die Stadt Rastatt hatte im vergangenen Jahr bereits Berufung gegen das Verbot des Vorhabens durch das Verwaltungsgericht eingelegt, jedoch ohne Erfolg. Der Verwaltungsgerichtshof wies die Berufung im Dezember mit der Begründung zurück, dass die geplante Ansiedlung Ikeas den Einzelhandel in Rastatt gefährde. Das Projekt sei zu groß und der Bau nach dem Landesentwicklungsplan nicht erlaubt.
Rastatts Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch warb gestern vor der Abstimmung noch einmal um Zuspruch und erklärte, dass Ikea wie ein Magnet wirke und Besucher anziehe. Das würde gleichzeitig auch Chancen für die Innenstadt bieten. Simone Walker, Vorsitzende der "Wählervereinigung für unser Rastatt" fügte hinzu, dass die Schweden zudem "Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt" schaffen würden.
Bei der anschließenden Abstimmung votierten 33 Stadträte für und acht gegen eine Revision, so das Online-Portal weiter. Mit einem Abschluss des neuen Verfahrens rechnet der Oberbürgermeister in gut einem Jahr. In der Zwischenzeit solle mit Ikea verhandelt werden.

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