Neckermann
Will mit Internet-Geschäft raus aus der Verlustzone
Umstrukturierung: Neckermann will die Verlustzone im kommenden Jahr verlassen und eine "schwarze Null" schreiben. "Ab 2012 verdienen wir wieder Geld", erklärte Finanzvorstand Helmut Steurer gegenüber der "Welt Online". Durch Zuwächse
Umstrukturierung: Neckermann will die Verlustzone im kommenden Jahr verlassen und eine "schwarze Null" schreiben. "Ab 2012 verdienen wir wieder Geld", erklärte Finanzvorstand Helmut Steurer gegenüber der "Welt Online". Durch Zuwächse im Online-Geschäft solle das Ebitda-Ergebnis dann auf bis zu fünf Prozent steigen.
Schon heute stammen 60 Prozent der Umsätze von Neckermann aus dem Internet-Handel. In diesem Jahr erzielte der Geschäftsbereich ein Plus von elf Prozent und erreichte aufgelaufen bis zum 25. Oktober einen Wert von 407 Mio. Euro, so die "Lebensmittel Zeitung". Beim virtuellen Möbel-Verkauf sei Neckermann sogar führend. Insgesamt ging der Erlös des Unternehmens in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr jedoch um neun Prozent auf 747 Mio. Euro zurück (2008: 820 Mio. Euro). Bei der gesamten Gruppe einschließlich der Auslandstöchter in Benelux und Österreich sank der Umsatz von 1,3 Mrd. Euro auf 1,2 Mrd. Euro. [page_break]
Um das Ziel der schwarzen Zahlen zu erreichen, werde künftig das Online-Geschäft gestärkt. Dafür sollen bis 2012 mehr als 80 Mio. Euro in neue Technologien fließen. Eigentlich hatte sich Neckermann bereits vor 14 Jahren eine Internet-Präsenz aufgebaut, diesen Zweig als zusätzliche Einnahmequelle jedoch lange Zeit unterschätzt. Laut Vorstandschef Henning Koopmann, der bis Februar noch als Geschäftsführer beim insolventen Versender Quelle tätig war, belege Neckermann.de in der Rangfolge der Onlinehändler mit einem Marktanteil von 2,8 Prozent den vierten Platz hinter Otto (4,4%), Quelle (4,8 %) und Amazon (12 %).
Als weitere Restrukturierungsmaßnahme soll der Außendienst zum 1. Januar eingestellt werden. 140 Mitarbeiter sind davon betroffen. Zudem will sich das Unternehmen von einigen kleinen, nicht profitablen Sortimenten trennen und die bestehenden drei Lager auf eines zusammenlegen.
Kataloge werde es dagegen zunächst auch weiterhin geben – trotz zweistelliger Verluste in dem Geschäft.

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