XXXLutz Widerstand gegen Familie Putz
In Österreich ist die Familie Putz ein Phänomen. Seit 1999 wirbt die Familie um Vater Max, Mama Linda, Sohn Putzi und die namenlose Oma für XXXLutz. Schon zu Beginn gab es Kontroversen über den damals zu progressiven Sitcom-Stil der TV-Spots. Jetzt formiert sich erneut Widerstand - vor allem im Internet. Obwohl das Werbekonzept einen Beitrag dazu leistete, XXXLutz zur wohl bekanntesten Möbelhandels-Marke Österreichs zu machen, ist für viele User die Haltbarkeitsdauer der Kampagne offensichtlich überschritten.
Wie das österreichische "Wirtschaftsblatt" jetzt berichtete, verzeichnet die "Facebook"-Gruppe "Familie Putz - es reicht!" enorme Zuwachsraten.
XXXLutz-Sprecher Thomas Saliger bleibt trotz des Protests gelassen: "Das ist doch das größte Lob, wenn sich Konsumenten mit unseren Werbefiguren beschäftigen. Das adelt unsere Familie. Wir sind eine lustige, sympathische Firma, die Spaß versteht und niemanden verklagt, wenn er einfach Fotos von unserer Website nimmt." Als Provokation sei die langlebigste TV-Familie Österreichs jedoch nicht gedacht. Stets werde daran gearbeitet ihre Sympathiewerte zu verbessern, was Umfragen zufolge zuletzt sogar mit Gesangseinlagen der Putzens erreicht wurde.
Über derartige Querelen sind wir in Deutschland erhaben: Auf dem überdimensionalen roten Stuhl thront der von Seelenruhe erfüllte Ottfried Fischer und wirbt für XXXLutz. Solange er nur nicht zu singen anfängt, ist die Welt hierzulande in Ordnung.
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