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VDM-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas konnte heute positive Zahlen bekannt geben.
11.01.2017 17:26 Uhr

VDM Deutsche Möbelindustrie knackt erstmals die 18-Mrd.-Umsatzgrenze

Zum dritten Mal hintereinander verzeichnet die deutsche Möbelindustrie zum Ende des Jahres 2016 ein Umsatzplus und knackt damit erstmals die 18-Mrd.-Umsatzgrenze. Auch in 2017 erwartet die heimische Möbelindustrie ein weiteres Wachstum. Das erklärte Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, heute anlässlich der Pressekonferenz zur „imm cologne“.

Mit „viel Kraftaufwand und Energie“ ist es den Herstellern laut Dirk-Uwe Klaas gelungen, in den ersten drei Quartalen ein Plus von 4,0 Prozent zu verzeichnen. Zum Beginn des vierten Quartals ist es dann aufgrund einer etwas schlechteren Konsumneigung der Endverbraucher zu einer Abkühlung der Entwicklung gekommen. „Wir rechnen aber dennoch mit einem Umsatzplus von rund 3,5 Prozent auf ca. 18 Mrd. Euro. Dies ist ein neues Allzeithoch, welches sowohl das Vorkrisenniveau bis 2008 übersteigt als auch den historisch starken Möbelumsatz nach der Wiedervereinigung übertrifft.“

Wohnmöbel verbuchen ein Plus von 2 Prozent auf 6 Mrd. Euro. Dieses Teilsegment umfasst in der amtlichen Auswertung des Statistischen Bundesamts Wohn-, Ess- und Schlafzimmer- sowie Kleinmöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile. Die Küchenhersteller erreichten ein Wachstum von 4,1 Prozent auf einen neuen Rekordwert von fast 4 Mrd. Euro. Das Segment Büromöbel wuchs um 5,7 Prozent auf knapp 1,8 Mrd. Euro. Die Laden- und Objektmöbelhersteller erreichten bei einem Plus von 8,3 Prozent einen Umsatz von knapp 1,5 Mrd. Euro. Bei Matratzen musste allerdings ein Umsatzminus von 3,7 Prozent auf eine Dreiviertelmilliarde Euro verbucht werden. Für die Polstermöbelindustrie weist die amtliche Statistik ebenfalls einen Umsatzrückgang um 4 Prozent auf fast 0,84 Mrd. Euro aus.

Die amtliche Auswertung erfasst alle in Deutschland produzierten Möbel. Von deren Gesamtumsatz gingen in den ersten 10 Monaten 2016 fast 32 Prozent direkt ins Ausland. Vor zehn Jahren lag diese Quote noch bei vergleichsweise mageren 24,6 Prozent.

Auch für das Jahr 2017 ist die Branche zuversichtlich, denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben gut. Der wirtschaftliche Erfolg der Möbelhersteller wird laut Dirk-Uwe Klaas maßgeblich von der Bautätigkeit beeinflusst, da fertiger Wohnraum eingerichtet werden will. Insgesamt erwartet der VDM-Hauptgeschäftsführer für 2017 ein weiteres Umsatzplus von bis zu zwei Prozent.

Dennoch hat die Branche auch 2017 mit den bekannten Problemen zu kämpfen, darunter die große Importschwemme und der enorme Druck auf die Marge, der Investitionen in dringend notwendige neue Techniken und Digitalisierung erschwert. Es kann daher auch trotz Umsatzzuwächsen der Branche zu Schieflagen einzelner Unternehmen kommen.

Die durchschnittliche Zahl der in den ersten zehn Monaten 2016 produzierenden Möbelfirmen in Deutschland lag bei 499 – die Zahl blieb also im Wesentlichen unverändert (-0,1 %). Die Zahl der Beschäftigten stieg leicht um 0,4 Prozent auf 84.137. 

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