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Dr. Lucas Heumann sieht deutliche Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung.
24.05.2012 17:46 Uhr

VDDK Anzeichen für eine konjunkturelle Abschwächung

Licht und Schatten in der deutschen Küchenmöbelindustrie: Das erste Quartal 2012 zeigte sich durchwachsen. Während die realisierten Umsätze sowohl im Inlands- als auch im Exportgeschäft gewachsen sind, offenbart die Auftragsstatistik deutliche Abschwächungen der Konjunktur - besonders im Ausland. Dort stagnierten die Auftragseingänge in den ersten drei Monaten faktisch. Das gab jetzt der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) bekannt.

Das Statistische Bundesamt weist für die deutsche Küchenmöbelindustrie im ersten Quartal 2012 ein Wachstum um 9,38 Prozent aus. Eine Zahl, die laut VdDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lucas Heumann nicht die tatsächliche Entwicklung der Branche widerspiegelt: "Das über neunprozentige Umsatzwachstum resultiert im Wesentlichen aus überdurchschnittlichen Ergebnissen im Januar und Februar. Bereits der März hat sich mit einem Zuwachs von lediglich 4,75 Prozent deutlich abgekühlt." Das Binnengeschäft hat sich zwar bis einschließlich März positiv entwickelt, allerdings mit ersten Anzeichen einer Abschwächung. Im Januar und Februar lag das Umsatzwachstum im Inland im zweistelligen Bereich, im März dann bei 7,5 Prozent.

Den stärksten Einbruch gab es im Auslandsgeschäft. Während im Januar und Februar Zuwächse festzustellen waren, gingen die Umsätze im März sogar um 0,23 Prozent zurück. "Dieses Bild bestätigt sich ebenfalls bei Betrachtung der Auftragsstatistik", so Heumann. "Die Auftragseingänge in den ersten drei Monaten lagen deutlich unter der Entwicklung der Umsätze. Hier betrug der Zuwachs lediglich 3,1 Prozent, also knapp über der Inflationsrate. Erfahrungsgemäß spiegeln sich Tendenzen in den Auftragseingängen mit einer Verzögerung von ein bis zwei Monaten in der Umsatzstatistik wider. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind im gesamten ersten Quartal mit +0,6 Prozent faktisch stagnierend." Die Konjunktur beginnt nach Ansicht des VdDK also, Schwäche zu zeigen. Als Ursache dafür sieht der Verband vor allem die Rezessionserscheinungen in vielen Euro-Staaten im Zuge der Schuldenkrise.

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