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Trotz einer Umsatzsteigerungen muss die Surteco-Gruppe ein schlechteres Ergebnis als im Vorjahr hinnehmen.
27.04.2012 13:15 Uhr

Surteco Hohe Materialkosten belasten Ergebnis

Surteco verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine gute Entwicklung. So stieg der Konzernumsatz um fünf Prozent von 388,8 Mio. auf 408,8 Mio. Euro. Allerdings konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 56,1 Mio. Euro aufgrund stark gestiegener Materialaufwendungen und Einmalkosten nicht an den Vorjahreswert von 62,5 Mio. Euro anknüpfen. Zusätzlich belasten eine Wertberichtigung auf das Aktienpaket an der Pfleiderer AG sowie steuerliche Sondereffekte den Konzerngewinn zusätzlich, der mit 12,5 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (21,8 Mio. Euro) lag.

"Das Geschäftsjahr 2011 brachte für uns Licht und Schatten. Nach einem guten Jahresstart sorgte die sich verschärfende Eurokrise in der zweiten Jahreshälfte für eine deutliche Abschwächung. Zudem mussten wir hohe Mate-rialkosten und Sondereffekte verkraften", so der Surteco-Vorstandsvorsitzende Friedhelm Päfgen. "Auch 2012 wird ein Jahr mit Herausforderungen. Wir sind hierfür jedoch gut aufgestellt und halten entsprechend eine Verbesserung des Ergebnisses für realisierbar."

Die Umsatzverbesserung wurde sowohl vom Inlandsgeschäft (plus vier Prozent) als auch von den Auslandsaktivitäten (plus sechs Prozent) getragen. Beide Geschäftseinheiten legten zu. Im Segment Kunststoff stieg der Umsatz um vier Prozent auf 234,5 Mio. Euro, im Bereich Papier um sieben Prozent auf 174,3 Mio. Euro. Allerdings führten hohe Preisaufschläge bei Kunststoffen und Vorprodukten für die Papierherstellung zu einer um 2,5 Prozentpunkte auf 46,6 Prozent gestiegenen Materialkostenquote. Zusätzlich drückten Einmalkosten von rund zwei Mio. Euro aus der Vorbereitung einer letztlich nicht realisierten Akquisition sowie Restrukturierungsaufwendungen von 1,1 Mio. Euro das EBITDA. Dennoch wurde eine EBITDA-Marge von 13,7 Prozent erzielt.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich vor allem wegen einer Wertberichtigung von 3,5 Mio. Euro auf die Beteiligung an Pfleiderer auf -12,1 Mio. Euro (Vorjahr: -9,5 Mio. Euro). In Folge sank der Vorsteuergewinn um 29 Prozent auf 22,9 Mio. Euro. Steuerliche Sondereffekte in Nordamerika und die nicht steuerlich abzugsfähige Wertberichtigung auf den Pfleiderer-Anteil belasteten den Nachsteuergewinn und damit das Ergebnis je Aktie (1,13 Euro, Vorjahr: 1,96 Euro).

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich vor dem Hintergrund einer mit 482,1 Mio. Euro praktisch unveränderten Bilanzsumme von 44,3 auf 44,9 Prozent. Beim Management des Cashflows agierte Surteco erfolgreich. So wurde der Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit von 30,2 Mio. auf 37,6 Mio. Euro und der Free Cashflow von 15,8 Mio. auf 18,2 Mio. Euro gesteigert.

Die Gruppe sieht 2012 erneut als ein Jahr mit Herausforderungen an. Die Unsicherheiten bezüglich der Auswirkungen der Schuldenkrise in der EU auf die Realwirtschaft werden das Geschäftsjahr prägen. Auf der Kostenseite erwartet Surteco keine Entspannung bei der Rohstoffbeschaffung. Dabei können erneute Preiserhöhungen nur mit Verzögerungen an den Markt weiter gegeben werden und dürften entsprechend die Margen belasten. Trotzdem ist aus Sicht des Unternehmens unter Zugrundelegung und Abwägung der verfügbaren Fakten und ohne neue Sondereffekte eine verbesserte Ergebnisentwicklung auf Basis des EBT gegenüber dem Berichtsjahr 2011 möglich.

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