Verbotene Preisabsprachen Sanitär-Ausstatter müssen zahlen
Weil sie zwölf Jahre lang die Preise für Badewannen, Wasserhähne und Co. in Deutschland und fünf weiteren EU-Ländern künstlich hoch gehalten haben, wurden 17 Sanitärunternehmen von der EU-Kommission jetzt zu hohen Geldstrafen verdonnert. Nach Informationen der "Deutschen Presseagentur" haben sich aus Deutschland Dornbracht, Duravit, Grohe, Hansa, Kludi sowie Villeroy & Boch an den verbotenen Absprachen beteiligt. Von ihnen müsse Villeroy und Boch mit 71,5 Mio. Euro am tiefsten in die Tasche greifen. Grohe sei die Geldbuße dagegen um ein Drittel erlassen worden, weil sich der Hersteller gegenüber der EU Kommission kooperationsbereit zeigte. Die höchste Strafe wurde mit 326 Mio. Euro gegen den US-Hersteller Ideal Standard verhängt.
Eigentlich müssen Firmen für die Bildung eines verbotenen Kartells bis zu zehn Prozent ihres Jahresumsatzes berappen. In diesem Fall blieben die Wettbewerbshüter mit ihren Geldbußen aber weit darunter. Der Grund sei die Wirtschaftskrise. Einige der betroffenen Unternehmen hätten erklärt, pleite zu gehen, wenn sie die komplette Summe zahlen müssten. "Es geht in der Wettbewerbspolitik nicht darum, Unternehmen den Todesstoß zu versetzen", erklärte dazu EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.
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