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Nur A-Marken wie Bosch haben eine Zukunft. Das ist das Ergebnis einer Studie der Münchner Unternehmensberatung Suberg Strategy Consultants.
09.05.2012 16:28 Uhr

Provokante Studie "Goodbye DIY" - Jeder fünfte Baumarkt vor dem Aus?

Baumarkt-Artikel im Internet brummen. Nach einer Studie der Münchner Unternehmensberatung Suberg Strategy Consultants steigt der Anteil der Online-Umsätze bei Baumarkt-Artikeln bis 2020 von aktuell 5 auf voraussichtlich 20 Prozent. Dies werde zu einer massiven Bereinigung unrentabler Baumarkt-Flächen führen: "Die Entwicklung trifft die Branche zur Unzeit. Die Fläche der deutschen Baumärkte wächst seit Jahren, obwohl der Umsatz stagniert. Der Handel ist dadurch bereits unter erheblichem Ertragsdruck. Zusammen mit der Abwanderung von Umsätzen in das Internet entsteht eine explosive Mischung, die zur Schließung zahlreicher Baumärkte führen wird", so Sven Suberg, Geschäftsführer von Suberg Strategy Consultants.

Das wachsende Online-Geschäft laufe dabei zum Teil an den etablierten Anbietern vorbei: "Die Baumärkte haben den Internet-Vertrieb verschlafen", so der Branchenexperte. Branchengrößen wie Hornbach, Praktiker oder Bauhaus hätten erst 2011 Internet-Shops eröffnet. Online-Händler wie Amazon oder spezialisierte Versender wie Westfalia sind jedoch schon seit Jahren auch mit Baumarkt-Artikeln erfolgreich.

Betroffen sind nicht nur die Händler, sondern auch die Hersteller von Baumarkt-Produkten: "Für B- und C-Marken wird die Luft dünner. Wenn der Handel seine Profitabilität steigern muss, fokussiert er auf wenige Top-Marken und baut gleichzeitig den Eigenmarkenanteil aus", so Markus Wittmann, zuständig für den Home & Living-Bereich beim Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK.

Auf die bevorstehenden Veränderungen seien die Hersteller jedoch nur unzureichend vorbereitet: "Die Branche geht immer noch davon aus, dass Baumarkt-Artikel kaum internetfähig sind. Allerdings haben wir in vielen anderen Segmenten, beispielsweise bei Spielwaren oder Unterhaltungselektronik gesehen, dass diese Rechnung nicht aufgeht", so Suberg.

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