Ikea Nimmt Lübeck ins Visier
Eine Meldung mit Brisanz: Erst setzte XXXLutz Lübeck auf die Agenda, nun zieht Ikea nach. Der Filialist will laut den "Lübecker Nachrichten" das Gelände von Villeroy & Boch in Dänischburg kaufen. 120 Millionen Euro könnten sich die Schweden die Investition kosten lassen.
Ein "House of Living" von Villeroy & Boch soll ebenfalls auf dem Gelände entstehen, genauso wie ein skandinavisches Center. Für das Frühjahr 2011 steht der Abriss der ehemaligen Fliesenfabrik an, im Sommer 2012 könnte Eröffnung gefeiert werden. Johannes Ferber, stellvertretender Geschäftsführer der Verwaltungs GmbH von Ikea, freut sich über das Großprojekt. 400 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden, 2,5 Mio. Besucher pro Jahr schätzt er als realistisch ein und ohnehin sei "Lübeck ein attraktiver Standort". In Norddeutschland sei kein anderer in Frage gekommen.
Der Lübecker SPD-Bürgermeister Bernd Saxe lobt das Projekt bereits in höchsten Tönen. Gegenüber "HL live" sagte er: "Durch die Ansiedlung in Lübeck-Dänischburg erfährt der ehemalige Industriestandort eine exzellente Nachnutzung. Besonders erfreulich ist dabei nicht nur die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Ansiedlung ist in der Krise auch ein wichtiges Zeichen der Hoffnung." [page_break] Nur zwei Dinge stehen dem Projekt noch im Wege: Wie auch im Fall Hamburg-Altona muss die Konzernzentrale für das Vorhaben grünes Licht geben. Zudem muss die Stadt Lübeck den Bebauungsplan für das Gelände ändern. Eine endgültige Entscheidung fällt voraussichtlich Ende des Jahres.
Somit kommt es wohl zum Showdown in Lübeck. Dodenhof verkaufte Anfang Juli die Hälfte seines 162.000 qm großen Grundstücks in Genin-Süd an die Lutz-Gruppe. Ob das österreichische Unternehmen einen XXXLutz oder einen Mömax errichten wird, steht noch nicht fest - auch über die Höhe der Investition gibt es noch keine konkreten Aussagen. Sicher ist aber: Die Österreicher sind aufgrund geltender Verträge mit der Stadt Lübeck dazu verpflichtet, ihr Haus bis 2012 zu bauen. Die Verkaufsfläche wird dann zwischen 30.000 bis 50.000 qm liegen.
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