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Neckermann.de wird zum reinen Online-Shop umpositioniert.
27.04.2012 18:00 Uhr

Neckermann.de Scharfe Einschnitte zugunsten E-Commerce

Neckermann.de wird in Zukunft als echter Online-Händler mit neuer Sortimentsstruktur auftreten. Das Unternehmen will die erfolgreichen Online-Sortimente Technik und Möbel inkl. Haus- und Heimtextilien sowie das Vertriebspartner-Sortiment ausbauen. Gleichzeitg werden das Print-Geschäft sowie das Eigentextilsortiment eingestellt. Stattdessen sollen im Textil-Bereich künftig attraktive Markenprodukte von Partnern angeboten werden. Die Umstrukturierung bleibt allerdings nicht ohne Folgen für die Arbeitsplätze. 1.380 Stellen sollen in Deutschland abgebaut werden, rund 1.000 davon im Bereich Einkauf sowie auf die dafür bislang notwendige Infrastruktur. Dies sei erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, so eine Pressemitteilung von heute.

Seit 2010 wachse neckermann.de im Online-Geschäft zweistellig, zum Teil über dem Marktdurchschnitt. 2011 betrug das Wachstum in diesem Segment knapp 19 Prozent, sogar 30 Prozent im ersten Quartal 2012. Vor allem die Sortimente Technik (+23 Prozent im ersten Quartal) und Möbel (inklusive Haus- und Heimtextilien, +41 Prozent in den ersten drei Monaten) trugen zum Plus bei. Besondere Erfolge verzeichnete auch das Vertriebspartner-Geschäft, das in den ersten drei Monaten um 47 Prozent stieg (2011: + 36 Prozent). "Damit bestätigen unsere Kunden die E-Commerce Ausrichtung von neckermann.de", so CEO Henning Koopmann. Neckermann.de gehört heute zu den drei größten Online-Versendern in Deutschland.

Gleichzeitig schrumpfe das Katalog-Geschäft. Allein im ersten Quartal 2012 musste das Unternehmen hier einen Umsatzrückgang von rund 50 Prozent (2011: -18 Prozent) hinnehmen. Vor allem das printlastige Textilsortiment angesichts abnehmender Mengen bei marktbedingtem Rückgang des Kataloggeschäfts insgesamt sowie die hohen Kosten einer komplexen Infrastruktur seien nicht wettbewerbsfähig.

Konsequenz: neckermann.de wird im Markt als Online-Shop positioniert und die bisher in Print allokierten Budgets sollen in Richtung Online-Maßnahmen umgeschichtet werden. Nach dem Hauptkatalog werden künftig auch alle sortimentsübergreifenden Kataloge eingestellt.

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