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Dirk-Uwe Klaas
13.01.2010 18:22 Uhr

VDM Nach 10 Prozent Minus hat die Branche das Schlimmste wohl hinter sich

Anlässlich der Pressekonferenz zur "imm cologne" skizzierte heute Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des VDM, traditionsgemäß die wirtschaftliche Situation der deutschen Möbelindustrie. So musste die Branche 2009 zwar nach ersten Schätzungen einen Einbruch von rund zehn Prozent verkraften, doch sei sie im Krisenjahr im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen noch relativ glimpflich davongekommen. Wurde zwischen 2004 und 2008 ein Wachstum von 18 Prozent erzielt, habe der Rückgang im letzten Jahr den Schnitt wieder auf das Niveau von 2006 zurückgeworfen.

Von Januar bis Oktober 2009 kam der Umsatz auf 11,3 Mrd. Euro und lag damit um 12,7 Prozent unter dem Vorjahr. Wohnmöbel verzeichneten dabei ein Minus von 12,1 Prozent, Küchen -10,6 Prozent und Matratzen -9,7 Prozent. Während der Export um 16,2 Prozent zurückging, blieb der Inlandsumsatz deutscher Hersteller mit 11,3 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Demgegenüber sei jedoch der wachsende Anteil an Importmöbeln hierzulande zu beachten. Zudem seien auch die Abgabepreise im Zuge wieder verstärkter Rabattaktionen deutlich gesunken.[page_break]
Wie es nun 2010 weitergehe, sei recht unwägbar. Deshalb wollte sich Klaas diesmal nicht auf eine konkrete Prognose festlegen, sondern entwarf einen Korridor von -3 bis +3 Prozent. Die wichtigsten Faktoren: die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, Auswirkungen von Steuerentlastungen auf den privaten Konsum und der (jetzt wieder anziehende) Export.

Der Tiefstand von 2009 sei wohl im Großen und Ganzen überwunden, erklärte Klaas vor den Medienvertretern und betonte insbesondere positive Einflüsse: "Völlig unterschätzt werden in der öffentlichen Wahrnehmung aus unserer Sicht die zum 1. Januar bereits in Kraft getretenen Entlastungen für Arbeitnehmer und Familien. Insgesamt werden immerhin rund 20 Milliarden Euro an die Bundesbürger zurückgegeben. Altersvorsorgeaufwendungen und Krankenversicherungsbeiträge können besser abgesetzt werden, die kalte Progression wird abgemildert, der Grundfreibetrag steigt ebenso wie Kindergeld und Kinderfreibetrag." Nun komme es darauf an, dass es der Branche gelingt, mit guten Ideen und Konzepten die verfügbaren Spielräume auch entsprechend auszunutzen.

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