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"So kauft Deutschland? heißt die neue Studie der Messe Frankfurt.
27.04.2012 16:15 Uhr

Messe Frankfurt Einrichtungs- und Dekoartikel laut Kaufverhalten-Studie sehr wichtig

Die Messe Frankfurt wollte es ganz genau wissen, wie die Verbraucher ticken. Aus diesem Grund gab sie bei dem Marktforschungsinstitut Forsa eine Umfrage in Auftrag, die nun als Studie veröffentlicht wurde. Danach neigen die Deutschen zum Spontankauf. Insgesamt 58 Prozent der Befragten gaben an, im zurückliegenden Jahr mindestens einmal ungeplant Geld ausgegeben zu haben. Bemerkenswert für die Branche: Einrichtungsgegenstände liegen sogar vor Unterhaltungselektronik, CDs, DVDs und Schmuck auf dem dritten Rang. Häufiger wurden nur Kleidung und Bücher spontan gekauft. In 41 Prozent dieser Fälle wurden Artikel bis zu 99 Euro erworben. Frauen kaufen laut Studie spontaner als Männer: Mit 49 Prozent gab fast die Hälfte der befragten Frauen in 2011 mehr als einmal unvermittelt Geld aus. Bei den Männern taten dies laut Umfrage nur 39 Prozent. Unterschiede zeigen sich auch bei Altersstruktur und Haushaltseinkommen. Spontanes Kaufverhalten ist besonders bei jüngeren Verbrauchern und Befragten mit höheren Haushaltsnettoeinkommen ausgeprägt.

Die Freude am Konsum drückt sich neben Spontankäufen auch im Umgang mit Weihnachtsgeld aus. Sechs von zehn Verbrauchern, die sich über dieses zusätzliche Einkommen freuen durften, trugen es umgehend wieder in den Handel. Dabei lagen Einrichtungsgegenstände mit 22 Prozent in der Spitzengruppe auf dem fünften Platz. Nur Bekleidung, Bücher, Lebens- und Genussmittel sowie Unterhaltungselektronik wurden häufiger mit dem Weihnachtsgeld erworben. "Kaufen macht den Deutschen Spaß. Oft auch ganz spontan - etwa um die Stimmung zu heben oder sich schlicht etwas zu gönnen", so Stephan Kurzawski, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

Mehr als zwei Drittel der Verbraucher gaben 2011 im Vergleich zum Vorjahr mehr oder ähnlich viel Geld für Einrichtungs- und Dekorationsartikel aus. Auch hier kann der Handel verstärkt auf jüngere Verbraucher setzen. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen gaben 21 Prozent der Befragten an, mehr Geld für entsprechende Produkte ausgegeben zu haben. Darüber hinaus steigt auch bei diesen Produkten der Konsum mit dem Haushaltsnettoeinkommen.

Einrichtungs- und Dekorationsartikel zeigen sich zudem krisenresistent. Sofern gespart werden musste, hat lediglich ein Fünftel der Befragten im vergangenen Jahr vorübergehend darauf verzichtet, solche Produkte zu erwerben. Positives Signal für das laufende Jahr: 2012 wollen 65 Prozent der Befragten wieder mehr oder ähnlich viel Geld für Einrichtungs- und Dekorationsartikel ausgeben wie im Vorjahr. Insofern bewegen sich Hersteller und Einzelhändler in einem Segment mit stabilen Aussichten.

Die Studie "So kauft Deutschland" wurde anlässlich der Weltleitmesse Ambiente in Auszügen präsentiert. Sie liegt ab sofort in deutscher und englischer Sprache zum herunterladen bereit unter:
www.tendence.messefrankfurt.com

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