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Die 300 reichsten Deutschen: Wieder sind einige Möbler darunter.
12.10.2009 08:41 Uhr

Die 300 reichsten Deutschen Möbel-Millionäre verteidigen ihre Positionen

Nicht der gesamte Geldadel des Landes musste im letzten Jahr monetär derart leiden wie die Karstadt/Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz - Wirtschaftskrise hin oder her. Das "Manager Magazin" stellte zum neunten Mal eine Rangliste der 300 reichsten Deutschen auf. Insbesondere der Geldadel mit Bezug zur Möbelbranche schlug sich ganz beachtlich: Die Familie Otto konnte mit 8,15 Mrd. Euro noch einmal einen Platz gut machen und rangiert jetzt auf Platz 4. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dies auch auf das Segment Einrichtung zurückzuführen ist, das im letzten Jahr überproportional wuchs.
Die Würths büßten allerdings erheblich ein - 600 Mio. Euro weniger sind wahrlich kein Pappenstiel, bei einem Gesamtvermögen von 6,8 Mrd. Euro aber doch noch zu verschmerzen. Trotz der Verluste konnte der Schrauben-Clan sogar noch einen Platz zulegen und belegt jetzt Rang 7.
Auch Familie Bosch verlor eine halbe Milliarde, konnte aber um vier Plätze auf Rang 30 vorrücken. Andere hat es eben noch härter erwischt - wie Familie Siemens, die fast eine Mrd. Euro weniger auf dem Konto hat und es nun "nur noch" auf 3,2 Mrd. Euro Vermögen bringt. Bei Miele/Zinkann gab es keine Bewegung. Je 2,05 Mrd. Euro sind die Hausgeräte-Clans schwer.
Die Baumarkt-Riesen hielten mehr oder weniger ihre Platzierungen: Das "Manager Magazin" zählt Familie Möhrle (ehemals Max Bahr) auf Platz 101 (wie im Vorjahr) zu den "ärmeren Reichsten" (alle ab Platz 100). Trotzdem ist dies immer noch mit einem Vermögen von 800 Mio. Euro gleichbedeutend. Familie Hornbach rutschte um ein paar Plätze auf Rang 125 ab, Familie Kriegbaum rückte trotz einiger Verluste nach oben (190). [page_break] Küchen-Kohle wurde im letzten Jahr nicht verbrannt. Nach wie vor bringen es die Sticklings (Nobilia) auf 550 Mio. Euro. Und die Beschläge-Familie Häfele verfügt über 500 Mio. Euro.
Wo sind aber unsere großen Möbelhändler? Kurt Krieger hortete sein Vermögen von 500 Mio. Euro und macht damit Plätze gut (190), Familie Tessner werden hingegen 50 Mio. Euro weniger zugerechnet. Das muss aber nicht an Roller & Co. liegen, sondern kann auf Unternehmensbeteiligungen und Immobilienbesitz der Gruppe zurückzuführen sein. Wie dem auch sei, sorgen müssen sich auch unsere "ärmeren Reichsten" nicht.

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