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Matthias Pollmann will das Profil der "LivingKitchen" weiter schärfen.
07.11.2017 17:12 Uhr

Living Kitchen Keine Rolle rückwärts in Köln

Bosch, Siemens, Gaggenau und Neff: Alle vier Hauptmarken der BSH wollen künftig auf der Mailänder Eurocucina ausstellen und streichen dafür ihre Teilnahme zur Kölner LivingKitchen 2019. Ein Alarmzeichen, dass die Messeplattform wieder an Bedeutung verliert? Moebelkultur.de fragte den neuen Bereichsleiter Matthias Pollmann, wie er die aktuelle Situation einschätzt.

moebelkultur.de: Herr Pollmann, die BSH-Gruppe wird an der LivingKitchen 2019 nicht teilnehmen. Sieht die Koelnmesse jetzt eine neue Absage-Welle auf sich zukommen?

Matthias Pollmann: Unser Ziel ist es, das Profil dieses erfolgreichen Messeformates immer weiter zu schärfen. Auf diesem Weg, den wir seit 2011 gehen, haben uns immer wieder Unternehmen verlassen, genauso, wie auch immer wieder neue dazugestoßen sind. In diesem Zusammenhang müssen wir aktuell die Aussetzung des Engagements der BSH Hausgeräte GmbH verzeichnen. Wir bedauern das sehr. Ungeachtet dessen treiben wir die strategische Weiterentwicklung der LivingKitchen in den nächsten 14 Monaten weiter voran. So ist jetzt mit dem Versand der Anmeldeunterlagen der Startschuss für den internationalen Küchenevent erfolgt. Die ersten Gespräche, die das Team um Bernd Sanden geführt haben, waren durchweg positiv. Allerdings ist es noch zu früh, um hier schon die ersten Namen zu verkünden.

moebelkultur.de: Immer geht es um die mangelnde Internationalität, die von den Ausstellern vor allem im Wettbewerb mit der Mailänder „Eurocucina“ moniert wird. Mit welchen Argumenten pro Köln reagieren Sie darauf?

Matthias Pollmann: Aus unserer Sicht ergibt es Sinn, dass die leistungsfähigste Küchenbranche der Welt eine internationale Leitmesse an ihrem Heimatstandort, also in Deutschland, hat. Mit 150.000 Besuchern konnte das Messedoppel imm cologne und LivingKitchen in diesem Jahr einen Besucherrekord verzeichnen. Mit einem Anteil von nahezu 50 Prozent kam fast jeder zweite Fachbesucher aus dem Ausland. „Damit haben wir bei der Internationalisierung der Veranstaltungen den nächsten Meilenstein erreicht, auch wenn wir wissen, dass wir noch nicht am Ziel sind. Deshalb haben wir uns direkt nach der Messe zusammengesetzt und die Ergebnisse analysiert. Aus den Erkenntnissen heraus ist das Konzept für „Die Küche der Zukunft“ entstanden. Im Mittelpunkt steht dabei eine erleb- und erfahrbare Küche, in der Besucher Möbel, Technologien und Vernetzungen von morgen erleben können. Mit ihrer Vision wird die Koelnmesse zusammen mit Ausstellern den Besuchern die Digitalisierung der Küche von morgen zeigen. Gleichzeitig arbeiten wir an digitalen Konzepten, die für mehr Interaktion zwischen den Besuchern und Ausstellern sorgen soll. Insgesamt wird die LivingKitchen 2019 so das internationale Aushängeschild der modernen Küche und damit für die Aussteller so erfolgreich und für die Besucher so interessant wie nie.

moebelkultur.de: Mit Ihnen als neuer Geschäftsbereichsleiter und Bernd Sanden als Director der LivingKitchen hat ja auch das Messemanagement gewechselt. Was werden Sie persönlich verändern?

Matthias Pollmann: Unser Team hat unter der Führung von Arne Petersen in den vergangenen Jahren erstklassige, erfolgreiche Arbeit gemacht. Mit Blick auf den vergleichbaren Vorjahreszeitraum (2015) verzeichnen wir bei der imm cologne einen insgesamt zweistelligen Zuwachs, und zwar in Bezug auf die Aussteller-Zahlen wie auch auf die gebuchten Flächen. Aber die Projekte auf der Erfolgsspur zu halten, in Zeiten, in denen der Wandel dermaßen schnell geht, sehe ich als eine spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit der Branche angehen wollen. Der enge Draht zur Industrie und unseren Partnern ist entscheidend für erfolgreiche Messen.

Ich habe ein hochmotiviertes, extrem kompetentes und hervorragend aufgestelltes Team, sodass ich mir keine Sorgen um die Zukunft mache.

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