BSH Krisenfester als viele andere
Mit 8,758 Mrd. Euro lag der Umsatz der BSH im letzten Jahr nur leicht unter dem Vorjahresniveau (- 0,7 Prozent). Dabei hinterließen zwar Einbrüche in Spanien, Großbritannien, in den USA und Lateinamerika deutliche Spuren in der Bilanz 2008, doch konnte dieses Defizit durch Wachstumsmärkte in Osteuropa und Asien zum Teil wieder ausgeglichen werden. Auch in Deutschland konnte der Hausgeräte-Konzern um weitere drei Prozent zulegen. Währungsabwertungen in einigen Absatzmärkten (Russland, Skandinavien, Großbritannien) führten allerdings zu einem reduzierten Gewinn. So kam der Ertrag vor Steuern auf 510 Mio. Euro (2007: 637 Mio. Euro). "Das ist weniger als wir uns vorgenommen hatten, ist aber angesichts der weltweiten Entwicklung ein Ergebnis, mit dem wir durchaus zufrieden sind," sagte Dr. Kurt Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH, auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in München.
Immerhin gab es aufgrund der (noch) postiven Entwicklung zum Beispiel in Polen, Russland und China auch nur eine leichte Verschiebung des Auslandsanteils: Die Quote vom Gesamtumsatz betrug im Jahresschnitt 79,9 Prozent (2007: 80,5 Prozent). Parallel zu den Produktionserweiterungen in China und St. Petersburg wuchs 2008 auch die Zahl der Beschäftigten auf jetzt 40.300 Mitarbeiter in insgesamt 44 Werken. Auf die zehn deutschen Standorte (7 Werke) entfallen rund 35 Prozent des Personals, also 14.200 Mitarbeiter.
Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes erwartet die BSH in 2009 einen Umsatzrückgang im einstelligen Bereich, worauf mit Kostenanpassungen reagiert werden soll. Im Gegensatz zu anderen Weltkonzernen plant die BSH jedoch derzeit weder betriebsbedingte Kündungen noch Kurzarbeit. So betonte Gutberlet: "Für unsere deutschen Standorte haben wir vor dem Hintergrund der aktuellen Situation das Ziel, unsere Stammbelegschaft ohne einschneidende Anpassungen durch die Krise zu bringen."
Lesen Sie das auch große Exklusiv-Interview mit Dr. Kurt Ludwig Gutberlet in der Mai-Ausgabe der "möbel kultur".
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