Startseite > News > imm cologne Kongress 2017: Wie entwickelt sich die Digitalisierung in der Branche?
Jürgen Leuschel, Geschäftsführer Sunchairs (Massivum).
28.11.2016 16:00 Uhr

imm cologne Kongress 2017 Wie entwickelt sich die Digitalisierung in der Branche?

Zum vierten Mal findet der Möbel-Onlinehandel-Kongress im Rahmen der "imm cologne" statt. Als Medienpartner des Top-Events stellt die "möbel kultur" den Referenten vorab jeweils drei Fragen zur Digitalisierung der Branche. Jürgen Leuschel, Geschäftsführer Sunchairs (Massivum), beantwortete die Fragen.

Herr Leuschel, was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Themen des Jahres 2017 in der digitalen Vermarktung von Möbeln?

Wichtig ist, die digitale Vermarktung nicht nur über die klassischen Elemente  „Preis, Verfügbarkeit und Auswahl“ zu betreiben. Der Online-Shop muss Mehrwerte bieten und die Marke transportieren. Wichtige Themen daraus für 2017: emotionale Erlebnisse und Services im Online Shop aufbauen – zum Beispiel eine persönliche Einrichtungsberatung –, Kontaktpunkte mit stationären Showrooms, Intensivierung des Austausches mittels Social Media und individualisierte Ansprachen schaffen. Ziel ist der Online-Shop zum Anfassen.

Welche Rolle spielt Ihr Unternehmen bei der Digitalisierung der Branche?

Mit der Vision, unseren Kunden außergewöhnliche Massivholzmöbel für Zuhause anzubieten, sind wir im Jahr 2003 als Ebay-Power-Seller gestartet und über die Jahre maßgeblich online zu einem mittelständischen Unternehmen mit hoher eigener Wertschöpfung gewachsen. An die 80 Prozent der von uns weltweit eingekauften sowie eigens entwickelten Möbel und Wohnaccessoires vertreiben wir über unsere Online-Vertriebskanäle und betreiben die Logistik selbst. Wir leben die Digitalisierung und den Distanzhandel mit Möbeln.

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Fehler, die in der Vermarktung von Möbeln heute noch gemacht werden – eventuell auch im Vergleich zu anderen Branchen?

Im Vordergrund der Marketingbotschaft des Möbelhandels steht oft nur der Preis. Mit zunehmender Online-Nachfrage wird der Preiswettbewerb verschärft. In anderen Branchen wie Automobil und Fashion werden vor allem Mehrwerte kommuniziert. Die Möbelbranche kann im Hinblick auf Emotionalisierung und Markenaufbau von diesen Branchen noch viel lernen.

Wir sind überzeugt, dass statt reiner Preis- und Produktpräsentation mehr Wert auf die Darstellung des Sortiments in erlebbaren Wohnwelten gelegt werden soll. Den Kunden sind Möglichkeiten zu zeigen, das eigene Zuhause individuell und außergewöhnlich zu gestalten. Ziel ist es, nicht nur Trends mitzunehmen, sondern sie selbst zu setzen und dem Individualisierungsgedanken der Kunden gerecht zu werden.

 

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