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Erste Ideen für den Ikea-Standort in Wetzlar gibt es bereits.
19.02.2014 13:32 Uhr

Ikea Schweden kommen nach Wetzlar - Sommerlad begrüßt Ansiedlung

Ikea verdichtet sein Filialnetz in Hessen. Die Schweden wollen sich auf der Industriebrache eines ehemaligen Zementwerkes in Wetzlar-Mitte ansiedeln. "Wir möchten, dass uns unsere Kunden überall in Deutschland innerhalb einer Fahrzeit von 20 bis 40 Minuten erreichen können. Die Region Mittelhessen ist aus diesem Grund sehr interessant für uns. Mit Wetzlar als attraktiven Einzelhandelsstandort schließen wir eine Lücke zwischen unseren Häusern in Frankfurt-Niedereschbach, Siegen und Wallau", erklärte dazu Johannes Ferber, Expansionschef von Ikea Deutschland, auf einer Pressekonferenz. "Überzeugt haben uns auch die verkehrsgünstige Lage der Stadt und der Umweltgedanke: Hier können wir eine Industriebrache nutzen, ohne weitere Fläche zu versiegeln. Der Standort hat zudem einen guten Anschluss an das ÖPNV-Netz und ist eine Art Brücke in die Innenstadt - bestehende Einzelhandelslagen sind vom künftigen Ikea Standort zu Fuß bequem zu erreichen."
Mit Blick auf die in der City angesiedelten Unternehmen fügte Ferber hinzu, dass Ikea auch ein Frequenzbringer sei. So hätten Studien an anderen Standorten gezeigt, dass durch die Schweden deutlich mehr Besucher in eine Stadt kämen.

Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette zeigte sich hocherfreut und bezeichnete die Ansiedlungspläne als "großen Wurf für die Stadtentwicklung und für Wetzlar als Einkaufsstadt und Wirtschaftsstandort".

Auch Sommerlad-Geschäftsführer Frank Sommerlad, der im rund 20 Kilometer entfernten Gießen ein Möbelhaus betreibt, begrüßte die Ikea-Pläne. "Als Möbelhändler der Region sehen wir dies positiv, da durch die Stärkung des Möbelstandortes Mittelhessen der Kaufkraftabfluss Richtung Rhein/Main oder Kassel vermindert wird. Da wir ein alternativer Möbelanbieter mit anderen Produkten sind, können wir von einem Ikea-Neubau in Wetzlar nur profitieren", erklärte er gegenüber dem "Gießener Anzeiger". Neben Wetzlar hatte Ikea auch Gießen als Standort ins Auge gefasst. "Aufgrund weniger geeigneter Flächen" erhielt die Stadt jedoch eine Absage.

Ikea möchte in Wetzlar 50 Mio. Euro investieren und 150 neue Arbeitsplätze schaffen. In den kommenden Tagen soll bereits die entsprechende Bauvoranfrage bei der Stadt eingereicht werden. Zudem plant das Unternehmen, die Bürger zeitnah über das Projekt zu informieren. Werden alle Genehmigungen erteilt, könnte Anfang 2016 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Eröffnung stünde dann Ende 2016 auf dem Zeitplan.

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