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Die Redner des Symposiums v.l.n.r.: Alexander Oswald (HDH/VDM-Referent Wirtschaft/Auslandsmärkte), Erik Winchester (US-Umweltbehörde), Dirk-Uwe Klaas (HDH/VDM-Hauptgeschäftsführer), Roberta Dessi (EFIC-Generalsekretärin),  Bettina Meyer (Fraunhofer Institut für Holzforschung), Christiane Osthaar (Entwicklungs- und Prüflabor eph), Kris Wijendaele (Technischer Direktor Verband der Europäischen Holzwerkstoffindustrie), Stephan Pesch (Vice General Manager TÜV Rheinland), Marcus Kirschner (HDH/VDM-Referent Umwelt/Technik). Foto: HDH
21.03.2017 08:18 Uhr

HDH/VDM Viel Gesprächsstoff beim Emissions-Symposium

Rund 100 Teilnehmer der deutschen und internationalen Holzbranche waren beim Symposium „Neue Regelungen zu Emissionen in den USA, Frankreich und China“ am 16. März im Hotel Dorint an der Messe Köln vor Ort. „Wir brauchen Informationen aus erster Hand und zum frühestmöglichen Zeitpunkt, um uns auf die neuen Regelungen zu Emissionen und den damit verbundenen Einfuhrbeschränkungen unserer Produkte in den USA, in Frankreich und in China vorbereiten zu können“, sagt Verbands-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas.

Als erster Redner stellte HDH/VDM-Referent für Wirtschaft und Auslandsmärkte, Alexander Oswald, die wirtschaftliche Lage der deutschen Holz- und Möbelindustrie vor und unterstrich die Bedeutung des französischen, US-amerikanischen und chinesischen Marktes für die Unternehmen. „Fast 20 Prozent der deutschen Möbelexporte entfallen auf die drei Nationen. Das entspricht einem kumulierten Umsatzvolumen von rund zwei Milliarden Euro“, so Oswald.

Der erste und am umfassendsten thematisierte Auslandsmarkt auf der Agenda des Symposiums war der US-amerikanische, der der größte außerhalb Europas ist: Ehrengast Erik Winchester, zuständiger Abteilungsleiter bei der US-Umweltbehörde, referierte über veränderte Importbedingungen in Folge der „Formaldehyd Standards for Composite Wood Products“.

Als zweiter Exportmarkt mit neuen Einfuhrbestimmungen in Folge veränderter Regelungen zu Emissionen rückte Frankreich in den Fokus. Marcus Kirschner, HDH/VDM-Referent für Umwelt und Technik, sowie Roberta Dessi, Generalsekretärin des Europäischen Möbelverbands EFIC, schilderten die Entwicklungen in dem deutschen Nachbarland, welches der wichtigste Exportmarkt für die deutsche Möbelindustrie ist. Frankreich hat ein unvollständiges Gesetzespaket zu Emissionen von Möbeln in die Innenraumluft bei der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt und will damit das bisher für Bauprodukte geltende Klassifizierungssystem ausweiten. Das stößt sowohl beim VDM als auch bei EFIC auf massive Kritik, da dies die Grundzüge der Freiheit des europäischen Binnenmarktes durch ein neues technisches Handelshemmnis konterkariert.

Stephan Pesch, Vice General Manager des TÜV Rheinlands in Guangdong/China, sowie Roberta Dessi, Generalsekretärin des Europäischen Möbelverbands EFIC, zeigten schließlich die anstehenden Herausforderungen für Unternehmen am chinesischen Markt auf. Pesch erläuterte die neu festgelegten Normen mit gesetzlichem Charakter und eigens entwickelten Prüfmethoden für Möbel, die den international anerkannten Konventionen weitestgehend entgegenstehen. „Die Abweichungen der chinesischen Anforderungen zu verschiedenen internationalen Standards führen zu unnötigen Barrieren und Handelshemmnissen“, sagte die EFIC-Generalsekretärin. Der Verband und seine Mitglieder wollen sich dafür stark machen, dass die EU-Kommission bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein Verfahren wegen technischer Handelshemmnisse (TBT-Verfahren) einleitet. Moderator Marcus Kirschner resümierte: „Wir können die anstehenden Herausforderungen gut meistern, wenn wir unsere Kräfte bündeln und als Branche national und auf europäischer Ebene zusammenarbeiten.“ Hierfür werde sich die Verbändegemeinschaft um HDH und VDM gemeinsam mit den europäischen Verbänden einsetzen.

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