Jetzt ist es offiziell Gamerdinger kommt zur Lutz-Gruppe
Nachdem "moebelkultur.de" bereits am frühen Freitagabend gemeldet hatte, dass die Österreichische Lutz-Gruppe ein Übernahmeangebot an Möbel Gamerdinger beim Bundeskartellamt vorliegen hat, kam prompt die offizielle Bestätigung von Helmutz Götz, dem Sprecher des XXXL-Möbelhausverbandes: "Die Geschäftsführung von Möbel Gamerdinger hat sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, sich mit den Möbelhäusern in Böblingen der XXXL-Gruppe anzuschließen; vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden. Der neue Betreiber wird sich in den nächsten Tagen und Wochen bemühen, einen reibungslosen Übergang bei Erhaltung der 300 Arbeitsplätze sicherzustellen. Das Möbelhaus soll grundsätzlich unverändert, aber mit stärkerem Werbeauftritt und noch günstigeren Preisen, weitergeführt werden." Seit vielen Jahren sei das VME-Mitglied in Böblingen das führende Einrichtungshaus in seiner Region. Doch das könnte sich schon bald ändern, wenn Atlas-Mitglied Hofmeister sein Bauvorhaben in Sindelfingen wahrmachen sollte. Als Stand-Alone-Lösung hätte es Gamerdinger künftig deutlich schwerer, seinen Platzhirsch-Status gegenüber dem Filialisten zu behaupten. Im XXXL-Verbund dürfte dieses Ziel wahrscheinlich besser zu erreichen sein. Auf insgesamt 50.000 qm bietet Gamerdinger neben dem Vollsortimentshaus noch den Junges Wohnen-Markt "Mikado", "Finca" - den mediterranen Sonderverkauf - sowie eine Gartenwelt. [page_break] Helmuth Götz liefert zu der Übernahme auch eine Einschätzung der Branchenentwicklung: "Der Möbelmarkt befindet sich deutschlandweit in einem Umstrukturierungsprozess. Es bilden sich große Ketten, die dem Einzelunternehmer durch besseren Einkauf, stärkeren Werbeauftritt und mehr Kundenleistung überlegen sind. Die erfolgreichste Gruppe ist im deutschen Möbeleinzelhandel die XXXL-Gruppe mit 26 großen Einrichtungshäusern, hauptsächlich im süddeutschen Raum." Zu ihr gehören Mann Mobilia (7 Häuser in Baden-Württemberg und Hessen) Hiendl, Neubert und XXXLutz. Gerade der XXXL-Unternehmensgruppe gelinge es wie keinem anderen Möbeleinzelhändler, ein umfassendes Produktangebot zu günstigen Preisen, kombiniert mit umfangreichen Serviceleistungen für den Kunden zu bieten. Insgesamt gehören der Gruppe (einschließlich Österreich und Osteuropa) 157 Möbelhandelsbetriebe mit rund 16.600 Mitarbeitern an.
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