Schieder Dr. Griem - Mithäftling zur Beweis-Vernichtung angestiftet?
Wie das "Westfalen-Blatt" heute berichtet, hat ein Mithäftling den inhaftierten Ex-Schieder-Beiratschef, Dr. Heinrich Griem, belastet. Griem solle ihn während eines Gottesdienstes im Gefängnis gefragt haben, ob er jemanden kenne, der auf Mallorca aus einem bestimmten Ferienhaus eine Akte besorgen und vernichten könne. Laut der Tageszeitung wurden bereits Ende des vergangenen Jahres zwei Ermittler der Kripo Bielefeld auf die spanische Insel geschickt - konnten die Aussage jedoch nicht verifizieren. Griem bestreitet die Vorwürfe. Gegen die Angaben des Häftlings spreche zudem, dass er auf Mallorca offenbar keine Immobilie besitze, sondern auf Sardinien.
Gestern wurde außerdem bekannt, dass eine Bank inzwischen einen Arrestbefehl über fünf Millionen Euro gegen Dr. Heinrich Griem erwirkt hat, um damit Schadensersatzansprüche gegen den 71-Jährigen durchzusetzen, so das "Westfalen-Blatt".
Ende Dezember hatte der 3. Strafsenat des Oberlandesgerichts in Hamm abgelehnt, Griem nach sechs Monaten aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Zu hoch sei die Verdunklungsgefahr, da der Manager mehrere Fluchtpunkte im Ausland habe.
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