Thonet/Muji Deutsch-japanische Kooperation
Das wird spannend: Thonet und die japanische Handelskette Muji haben sich zu einer Kooperation entschlossen. Ab Frühjahr sind in ausgewählten Muji-Shops Bugholz- und Stahlrohrklassiker in einer vereinfachten Version erhältlich - Klassiker, die von so namhaften Designern wie James Irvine und Konstantin Grcic neu interpretiert wurden.
Eine Kannibalisierungsgefahr sieht Thonet-Geschäftsführer Roland Ohnacker nicht: "Selbstverständlich bleiben die Vertriebsanstrengungen für unsere eigene Kollektion hochwertigster Qualitätsmöbel von der Kooperation von Muji völlig unberührt." Vielmehr ginge es dem Traditionsunternehmen darum, neue Zielgruppen zu erschließen: "Nachdem bereits das Programm 404 von Stefan Diez zu einer Verjüngung der Marke Thonet beigetragen hat, soll nun auch die 'Muji manufactured by Thonet Kollektion' den 18- bis 35-Jährigen den Einstieg in unsere Marke erleichtern", erläutert Ohnacker. [page_break] Für Muji ist die Markenausrichtung eher ungewöhnlich. Namhafte Designer arbeiten seit jeher für die Kette - allerdings anonym. Lediglich das Design und die pure Nützlichkeit der Produkte sollen die Kunden überzeugen, nicht aber bekannte Namen. Weltweit ist Muji mit etwa 400 Filialen in 16 Ländern vertreten. In Deutschland gibt es bisher drei Shops der japanischen Lifestyle-Kette: einen in Düsseldorf, einen in München und seit Mai 2008 auch einen in Berlin.
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