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Acht Prozent Umsatzplus im Wirtschaftsjahr 2016/2017.
14.07.2017 09:00 Uhr

Blum Acht Prozent Umsatzplus im Wirtschaftsjahr 2016/2017

Mit einer Umsatzsteigerung von 8 Prozent auf 1.788,08 Mio. Euro schließt der Beschlägehersteller Blum sein am 30. Juni zu Ende gegangenes Geschäftsjahr 2016/2017 ab. Innovative Produkte, internationale Marktpräsenz sowie konsequente Investitionen in F&E und gut ausgebildete Mitarbeiter brachten dem Familienunternehmen mit Sitz in Höchst (Österreich) ein erfreuliches Wachstumsplus. 48 Prozent des Umsatzes wurden im EU-Raum erwirtschaftet und 16 Prozent in den USA. 120 Märkte beliefert Blum heute weltweit und zählt damit zu den größten Exporteuren Österreichs. Dies brachte dem Unternehmen im Juni 2017 die Auszeichnung mit dem österreichischen Exportpreis, dem „Global Player Award“.

„Die hohe Leistungsbereitschaft unserer weltweiten Mannschaft sowie die überaus gute Zusammenarbeit aller Abteilungen und Organisationen sind ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor unseres Unternehmens“, unterstreicht Geschäftsführer Gerhard E. Blum die Bedeutung der Mitarbeiter. Weltweit arbeiteten im vergangenen Wirtschaftsjahr im Durchschnitt 7.140 Personen beim Beschlägehersteller. Das entspricht einem Zuwachs von 291 Personen gegenüber dem Vorjahr. Am 1. September dieses Jahres starten zudem 93 neue Lehrlinge mit ihrer technischen Ausbildung bei Blum Österreich, darunter 15 Mädchen. Das entspricht einer Steigerung der weiblichen Lehrlinge um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt bildet Blum ab Herbst 341 Lehrlinge in der Gruppe aus, 16 davon bei Blum USA.

Umsatzzuwächse gab es im vergangenen Wirtschaftsjahr für den Vorarlberger Beschlägehersteller in allen Marktregionen. So verzeichneten z. B. in Westeuropa die meisten Märkte eine Steigerung. Einzig in Großbritannien musste Blum wegen der Abwertung des britischen Pfunds einen Umsatzrückgang hinnehmen. Sehr erfreulich entwickelte sich hingegen Osteuropa, wo auch Russland und die Türkei wieder Wachstum auswiesen. In Nordamerika und in der asiatisch-pazifischen Region erzielte der Beschlägespezialist ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Eine Herausforderung waren im Wirtschaftsjahr 2016/2017 allerdings die Materialpreise. Stahl zog Ende 2016 sehr stark an, ebenso Zink, Verpackungsmaterialien und andere börsennotierte Rohstoffe.

Die Blum-Gruppe investierte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr insgesamt 174,62 Mio. Euro. In Vorarlberg konnten zwei Bauetappen beim Werk 4 in Bregenz fertiggestellt werden. Beim künftigen Werk 8 in Dornbirn, dem neuen Stanzzentrum von Blum, sind die Bauarbeiten voll im Gange. Bei dieser Investition handelt es sich mit 66 Millionen Euro um die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte. Die erste Halle soll Mitte 2018 bezogen werden, der zweite Bauabschnitt im Sommer 2019. Im Werk 2 in Höchst entsteht ein neues Verwaltungsgebäude, das die Mitarbeiter Ende 2018 beziehen werden. Ein beachtlicher Teil der Investitionen fließt auch in den Ausbau der internationalen Blum-Marktorganisationen. In Griechenland nahm der Beschlägehersteller sein neues Büro- und Lagergebäude in Betrieb. In Australien ist die Erweiterung des automatischen Lagers abgeschlossen. In Polen wird das neue Hochregallager Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Bei allen Bautätigkeiten ist Blum stets um Ressourcenschonung bemüht, d. h. flächenschonendes Bauen auf mehreren Geschossen.

Blum ist ein sorgsamer Umgang mit Umwelt und Ressourcen wichtig. So konnten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erneut 31.412.000 kWh – das entspricht ca. 5.150 Tonnen CO2 – eingespart werden. Möglich wird dies durch jahrzehntelange, umweltschonende Investitionen, wie z. B. durch Wärmerückgewinnung bei Lüftung und Druckluft in den verschiedenen Werken und verstärktes Einsetzen von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und Fassaden der Gebäude und vielen anderen Maßnahmen. Gemeinsam mit anderen Unternehmen des Landes ist Blum auch in drei Umweltnetzwerken aktiv: im Klimaneutralitätsbündnis 2025, im Energieeffizienznetzwerk und im „Wirtschaft Mobil“-Netzwerk. Für lokale Geschäftsfahrten stehen den Mitarbeitern 8 E-Autos zur Verfügung.

„Die Wirtschaftsprognosen für Europa sind positiv. Die große Unsicherheit aus unserer Sicht liegt in den kommenden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU“, gibt Geschäftsführer Gerhard E. Blum eine vorsichtige Einschätzung der kommenden Monate. Ebenso hofft der Beschlägehersteller, dass das Prinzip des freien Handels weltweit aufrechterhalten wird. Im asiatisch-pazifischen Raum erwartet Blum weiterhin eine positive, wirtschaftliche Entwicklung. In Südamerika, vor allem Brasilien, seien leichte Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung zu erkennen, so der Ausblick des Beschlägespezialisten.

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