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Erwartungsgemäß führt wieder die Familie Würth das interne Branchen-Ranking der reichsten Möbler mit 12,2 Mrd. Euro an.
02.09.2016 15:20 Uhr

"Bilanz"-Ranking Über 50 Mrd. Euro Privatvermögen mit Verbindung zur Einrichtungsbranche

Wieder kommt der Axel Springer Verlag der Spiegel-Gruppe und deren „Manager Magazin“ zuvor und legt im Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ schon im September die Liste der reichsten Deutschen vor. Dieses Mal hat die Redaktion das Ranking sogar von 500 auf 750 Namen ausgeweitet – darunter finden sich wieder viele Millionäre und sogar Milliardäre mit mehr oder weniger direktem Einrichtungsbezug.

Erwartungsgemäß führt wieder die Familie Würth das interne Branchen-Ranking der reichsten Möbler mit 12,2 Mrd. Euro an, zumal Bettina Würth auch einzeln nochmal 1,55 Mrd. Euro in die Waagschale wirft. Insgesamt liegt der Schrauben-Clan somit auf Platz 8 bzw. Platz 100 der reichsten Deutschen.

Danach folgt dann die Handelsprominenz mit Michael Ottos Familie auf Platz 16, die es zusammen auf 7,5 Mrd. Euro Privatvermögen bringt. Hinzu kommt Alexander Ottos ECE-Imperium, das ihm 5 Mrd. Euro und Platz 22 beschert hat. Damit liegen sie deutlich vor ihren Hamburger Kollegen vom Tchibo-Konzern. Michael und Wolfgang Herz wird ein Vermögen von jeweils 3,25 Mrd. zugeschrieben.

Zwei weitere Großfamilien verhelfen der Industrie zu Ruhm, Ehre und jeweils 3,1 Mrd. Euro: die Mieles und die Zinkanns konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar noch jeweils 100 Mio. Euro anhäufen. Kein Wunder, wenn es nach der „Bilanz“-Redaktion geht: „Das Geschäftsjahr 2015/2016 bot allerdings wenig Anlass für Gereiztheit und Vapeurs, seine Ergebnisse wurden als weitere Bestleistung in die Chronik eingetragen: Der Umsatz weitete sich mit einer für Miele-Verhältnisse tadellosen Selbstverständlichkeit um 6,4 Prozent aus und erreichte nie zuvor gemessene 3,7 Mrd. Euro.“

Einzelkämpfer Bruno Steinhoff liegt mit 2,1 Mrd. Euro auf Platz 73. Die Redaktion schreibt recht blumig und vieldeutig über den „Bauernburschen“, der von Westerstede aus die Welt eroberte: „Mit der glücklichsten Umsicht ins Werk gesetzt und trotz aufkeimender Zweifel im Einklang mit den Naturgesetzen, hat sich Steinhoffs Organisation hinter Ikea auf Platz zwei in Europa hochexpandiert.

Auf Platz 123 liegen die Klingel-Versandhändler Joachim und Andreas Kohm mit 1,2 Mrd. Euro, die Maschinenfamilie Dürr folgt mit 1,1 Mrd. Euro auf Platz 136 und dann kommt endlich Hans Strothoff. Seine runde Milliarde sichert ihm den 148. Platz.

Kurt Krieger gewinnt mit 950 Mio. Euro (2015: 850 Mio. Euro) und Rang 158 das handelsinterne Duell mit Familie Tessner, deren 900 Mio. Euro Platz 166 bedeuten.

In der Folge reiht sich die Industrie auf den Plätzen 186 (Familie Stickling, Nobilia, 800 Mio. Euro), 208 (Familie Grohe, 700 Mio. Euro), Platz 239 (Familie Kaldewei, 650 Mio. Euro) und 289 (Familie Klaus Grohe, Hansgrohe, 500 Mio. Euro) ein.

Trotz des wackligen Börsenkurses in der jüngsten Zeit hat die Start-Up-Schmiede Rocket Internet für die Brüder Alexander, Marc und Oliver Samwer bisher jeweils 500 Mio. Euro abgeworfen (Platz 289). Die „Old Economy“, verkörpert durch die Familien Gärtner und Fahrenkamp, halten mit jeweils 400 Mio. Euro dagegen (Platz 356). Auch Familie Segmüller mischt mit 300 Mio. Euro mit (Platz 445),  die Beschläge der Familie Hettich sorgten im vergangen Jahr für einen  verbesserten Kassenbestand von 300 auf 350 Mio. Euro (Platz 409).

Zu den „ärmeren“ Reichen ab Platz 500 zählen die Gartencenter-Familie Weber (Dehner) mit 250 Mio. Euro (Platz 508), die Familie von Boch-Galhau (Villeroy & Boch, 200 Mio. Euro, Platz 575), Familie Kraft (vormals Möbel Kraft, 200 Mio. Euro, ebenfalls Platz 575), Familie Schuler (Homag, 150 Mio. Euro, Platz 659), Friedhelm Schaffrath (Möbel Schaffrath, 150 Mio. Euro, Platz 659) und Thomas Hoof (vormals Manufactum, 150 Mio. Euro, Platz 659).

Ergibt in der Summe 52,7 Mrd. Euro, die entweder unmittelbar oder entfernt Bezug zur Einrichtungsbranche haben. Da sage nochmal jemand mit Möbeln ließe sich kein Geld verdienen...

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