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Vor allem auch für die Aktionäre bedeutet die Alno-Pleite einen herben Verlust.
30.11.2017 11:42 Uhr

Alno Jetzt beginnt der Kampf um die Insolvenzmasse

Nachdem der Alno-Konzern keine Zukunft mehr hat, geht es nun um die Verwertung der letzten Überreste. Während bereits Anträge zu Insolvenzverschleppung und Betrug beim Staatsanwalt liegen, geht es aber auch um andere Schadensersatzansprüche. Dabei haben außer den Alno-Mitarbeitern und -Handelspartnern nicht zuletzt die Aktionäre das Nachsehen. Über die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen, informieren inzwischen verschiedene Portale – und lassen zum Teil den Geschäftssinn in eigener Sache durchblicken.

Auf Anwalt.de heißt es:

„Die Nachricht, dass die Alno AG endgültig Geschichte ist, trifft nicht nur die verbliebenen Arbeitnehmer, sondern auch die Anleger der Alno-Anleihe. Sie müssen mit hohen finanziellen Verlusten rechnen. Die Anleihe wurde 2013 mit einem Volumen in Höhe von 45 Millionen Euro und einem jährlichen Zinssatz von 8,5 Prozent begeben.

Die Anleger können nun wie alle anderen Gläubiger ihre Forderungen noch bis zum 20. Dezember beim Insolvenzverwalter anmelden. Die Anmeldung der Forderungen ist notwendig, damit sie im Insolvenzverfahren überhaupt berücksichtigt werden können. Allerdings rechnet Rechtsanwalt Sebastian Rosenbusch-Bansi von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden nicht damit, dass über die Insolvenzquote für die Anleger viel zu holen sein wird.

,Unabhängig vom Insolvenzverfahren können die Anleger aber auch prüfen lassen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können’, so Rechtsanwalt Rosenbusch-Bansi. Grundlage dafür kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn die Anleger haben einen Anspruch darauf, ordnungsgemäß über die bestehenden Risiken der Geldanlage und insbesondere über ihr Totalverlust-Risiko aufgeklärt zu werden. Sind die Anlageberater bzw. Vermittler ihrer Informationspflicht nicht nachgekommen, können Schadensersatzansprüche gegen sie gerichtet werden.

Ansprüche können ggfs. auch gegen die Unternehmens- und Prospektverantwortlichen entstanden sein, wenn der Emissionsprospekt die Anleger nicht über die bestehenden Risiken aufgeklärt hat.“

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