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Rund 1.000 Mitarbeiter haben durch die Alno-Insolvenz ihren Job verloren.
05.12.2017 14:52 Uhr

Alno Die Leidtragenden in Zahlen

Wie viele Mitarbeiter des Alno-Konzerns haben nun durch die Insolvenz ihren Job verloren? Moebelkultur.de hat bei Insolvenzverwalter Dr. Martin Hörmann nachgehakt – und erhielt folgende Antworten.

Anfang September 2017 standen im Konzern noch 1.312 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Zum Vergleich: Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte Alno noch 2.099 Mitarbeiter.

Im November 2017 musste der Insolvenzverwalter ca. 1.050 Mitarbeitern (Alno AG, Alno Logistik und Wellmann) kündigen.

Im Zuge des Verkaufs von Pino Küchen wurden alle 229 Mitarbeiter sowie 12 Mitarbeiter der Alno Logistik, die für Pino Küchen in Coswig tätig waren, übernommen. Darüber hinaus haben Mitarbeiter nach Insolvenzantragstellung das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, weil sie eine neue Beschäftigung gefunden haben.

Bei den Auslandsgesellschaften waren vor Insolvenzanmeldung ca. 545 Mitarbeiter beschäftigt. In welchem Umfang hier Arbeitsplätze erhalten worden sind oder Mitarbeitern gekündigt werden mussten, kann der Insolvenzverwalter keine Angaben machen.

Besonders hart trifft es die Mitarbeiter in Pfullendorf, wie kürzlich der "Südkurier" berichtete. Da viele Ex-Alno-Beschäftigte aus Arbeitsplatzmangel wegziehen müssen, werden Einbußen in Einzelhandel, Wohnungsmarkt und regionaler Wirtschaft im allgemeinen befürchtet. Als alternativer Arbeitgeber in ähnlicher Größenordnung kommt hier allenfalls die Firma Geberit als in Frage, was allerdings auch eigene Qualifiierungsprofile fordert.

Gespannt sein darf man auch weiterhin auf die noch ausstehenden Bilanzen für 2016 und 2017. Diese werden im Zuge des Insolvenzverfahrens noch erstellt.

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