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Diskutierten auf der 2. "Living & Home"-Konferenz darüber, wie Kunden begeistert werden können: Sebastian Deppe (BBE), Martin Wilken (Möbel Wilken), Andreas Füg (masstisch.de) und Christian Hartmannsgruber (Tielsa).
15.11.2017 11:45 Uhr

2. Living & Home Alles bleibt im Wandel

„Voller Einsatz für die Wünsche der Kunden – Wie kann sich die Möbel- und Einrichtungsbranche weiterentwickeln?“ Unter dieser Fragestellung stand die 2. „Living & Home“-Konferenz, die Anfang letzter Woche in Frankfurt/Main über die Bühne ging. Im Fokus: Mass Customization, die zunehmende Individualisierung der Verbraucher, Chancen durch Online-Konfiguratoren, Storytelling, nicht nur bei Marken und die Customer Journey, die letztlich zum Kauf führt. 

Zum Start der zweitägigen Veranstaltung der Management Circle AG – mit der „möbel kultur“ als Medienpartner – betonte Moderator Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsleitung der BBE Handelsberatung, dass die Rahmenbedingungen im Segment Wohnen und Einrichten eigentlich perfekt seien. Gleichwohl komme das Wachstum derzeit vor allem aus dem Online-Bereich. 

Dabei machten die Vorträge an beiden Kongresstagen insgesamt deutlich, dass ein Geschäft dann funktioniert, wenn ganz klar wird, welchen Nutzen der Kunde wirklich hat – und auch, wie einzigartig dieses ist. Das kann z. B. das Angebot von masstisch.de sein, wie Geschäftsführer Andreas Füg betonte. Der Erfolg kann aber auch im Scouting von Produkten und Designern sowie dem Global Sourcing liegen, außerdem der perfekten Präsentation im Netz und einer starken Bindung zu den Kunden. Das zeigten u. a. Simon Fabich, Gründer und Geschäftsführer der Design-Plattform Monoqi und Kare-Geschäftsführer Peter Schönhofen auf. „Unsere Kunden mögen die tägliche Inspiration, die wir Ihnen in unseren Newslettern bieten“, so Fabich. Peter Schönhofen betonte, dass die Verbraucher immer anspruchsvoller behandelt und betreut werden wollen. „Die wollen Entertainment.“ Doch das werde dann auch honoriert – und mache Kunden zu Fans. Otto, Marktführer im Online-Möbelhandel, will mit Sympathie punkten. „Wir wollen der persönlichste Anbieter im digitalen Handel werden“, betonte Thomas Staba, Bereichsleiter Category Haus- und Heimtextilien. 

Für eine perfekte Präsentation im Netz und einen reibungslosen Ablauf der Prozesse steht zudem das Thema Daten an erster Stelle. Deutlich machte das Albert Ortig, CEO von Roomle, einer cloudbasierten Plattform, die Möbel digitalisiert. Doch auch im stationären Handel lassen sich noch immer gute Geschäfte machen, erläuterte Martin Wilken, der gemeinsam mit seinem Bruder Michael das Familienunternehmen Wilken (Alliance) in Werlte führt, mit rund 36.000 qm VK-Fläche einer der größten Einrichter in den Landkreisen Emsland und Cloppenburg. Er erinnerte an die Tugenden des konventionellen Möbelhandels, mit denen man heute auch noch erfolgreich sein kann – wenn man sie befolgt. 

Voll auf Marke setzt Jochen Gutzy, Head of Communication bei Birkenstock. Ein wichtiger Grund für den Erfolg des Herstellers sind die Authentizität und die Qualität, die das Traditionsunternehmen aus Neustadt (Wied) glaubhaft lebt. Heute steht der Hersteller, der nach wie vor ausschließlich in Deutschland fertigt, nicht mehr nur für Sandalen, die inzwischen auch in Hollywood getragen werden, sondern, seit einem Jahr, auch  für komfortbale Betten. Hier gab Gutzy einen kurzen Zwischenstand: in der DACH-Region sind es inzwischen 100 Platzierungen und damit 20 mehr als ursprünglich geplant. 

Ein Innovations-Update zum Schluss der Veranstaltung gab Prof. Dr. Sabine Fischer, deren Schwerpunktgebiet die Ideenökonomie ist. Ihr Credo: Raus aus der Komfortzone und Denken wider die Gewohnheit.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht zur 2. „Living & Home“ in der Dezember-Ausgabe der „möbel kultur“.

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