Ikea: Will im Rhein-Main-Gebiet noch einen draufsetzen
18.02.2010, 08:32 Uhr
Drei Häuser betreibt Ikea im Rhein-Main-Gebiet bereits, doch die Region gibt nach Ansicht der Schweden noch mehr her. Nach Hofheim-Wallau, Hanau und dem Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach sei es das Ziel des Branchen-Primus, in etwa fünf Jahren ein viertes Haus in dem Ballungsraum zu eröffnen, sagte Armin Michaely, Geschäftsführer der Ikea Verwaltungs-GmbH der „Frankfurter Allgemeinen“. „Wenn es die Möglichkeit dazu gibt, werden wir es tun.“ Ein möglicher Standort wäre Frankfurt, festlegen wollte er sich bei der Stadt-Wahl allerdings noch nicht.
Das Vorhaben fügt sich in die Expansionspläne von Ikea – auch wenn das Unternehmen immer wieder auf Gegner in der Politik stößt, wie aktuell in Hofheim-Wallau. An dem Standort, an dem sich auch die Deutschland-Zentrale der Schweden befindet, will Ikea nicht nur selbst wachsen, sondern auch einen Homepark mit weiteren Möbelmärkten, einem Elektrofachgeschäft sowie Läden für Fahrräder, Babybedarf und Zooartikel errichten. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen müssten die Schweden jedoch vom „Regionalplan Südhessen“ abweichen, berichtet die „Frankfurter Rundschau“. CDU und Grüne haben in der Regionalversammlung allerdings deutlich gemacht, dass sie eine Änderung nicht zulassen würden. Der Grund: Das Angebot des Homeparks umfasse zu viele zentrumsrelevante Sortimente. Deshalb habe das Regierungspräsidium Darmstadt bereits die dafür von Ikea eingeplante Verkaufsfläche von 17.000 qm auf 8.500 qm halbiert. Zentrumsrelevante Randsortimente sollen nach den Plänen der Regionalversammlung Südhessen im Homepark nur auf 800 qm angeboten werden.
Für Ikea ist diese Ablehnung nicht nachvollziehbar. Der Homepark würde den Standort deutlich attraktiver machen. Außerdem seien die Sortimente mit großer Sorgfalt ausgewählt worden, betonte Ikea-Sprecherin Simone Settergren gegenüber dem Blatt. „Wir haben extra groß geplant, weil solche Flächen in den Innenstädten gar nicht verfügbar sind.“ Sollte die Regionalversammlung den Pläne des Konzerns in ihrer jetzigen Form nicht zustimmen, „dann werden wir auf den Ausbau in Wallau generell verzichten“, fügte Simone Settergren an.