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Nachrichten aus der Möbelbranche

Garant Möbel Austria und Wohnunion: Im Würgegriff der Warenkreditversicherer?

05.02.2010, 11:23 Uhr
Jetzt platzte Christian Wimmer der Kragen. Der Geschäftsführer von Service & More betreut die knapp 250 Handelspartner der Kooperation aus Garant Möbel Austria und der Wohnunion – auch in finanziellen Angelegenheiten. Nun hat er genug von den Warenkreditversicherern. Bis Sommer 2008 habe das Prinzip der Ausfallhaftung in der Regel reibungslos funktioniert: Wurde ein Händler zahlungsunfähig, deckten Warenkreditversicherer den Schaden ab. Die Finanzkrise führte zu einem Bruch. In einem Schreiben an den Versicherungsverband unterstellt Wimmer den Finanzdienstleistern „fragwürdige Praktiken“. „Ohne Warnungen und in keinesfalls nachvollziehbarer Weise werden Kreditlimits unserer Mitgliedsbetriebe gekürzt oder gar gekündigt“, klagt er. Alles in allem sei das Verhalten „rufschädigend“. Im Gegensatz zu den Regionalbanken, die sich als verlässliche Partner des Mittelstands erwiesen, könne es nicht angehen, dass die Warenkreditversicherer ständig ihre Prämien erhöhten, gleichzeitig aber jegliches Risiko auf die kleinen und mittelständischen Betriebe abwälzen wollten. „Das widerspricht dem Geist des Versicherungsprinzips. Die global agierenden Warenkreditversicherer sollten sich ihrer volkswirtschaftlichen Verantwortung bewusst werden“, fordert Wimmer.
 
 
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