Alno: Die Gegner in Pfullendorf machen mobil
03.02.2010, 09:19 Uhr
Aktion gegen den geplanten Stellenabbau bei Alno: Der Betriebsrat und die Gewerkschaft haben die Pfullendorfer Bevölkerung zu einer Demonstration aufgerufen. „Wir haben vereinbart, eine Solidaritäts-Kundgebung zu organisieren, und zwar am 6. Februar auf dem Marktplatz“, so Michael Föst, IG-Metall-Beauftragter und Mitglied im Alno-Aufsichtsrat, gegenüber dem „Südkurier“. Mit von der Partie sind am Samstag wohl auch Vertreter von CDU und den Freien Wählern.
Darüber hinaus beschloss der Betriebsrat aktuell, einen externen Berater zu engagieren. Er soll die Unternehmenszahlen analysieren und ein Alternativkonzept zu dem geplanten Abbau von 450 Stellen entwickeln.
Die ALNO-Belegschaft sollte aus den Erfahrungen anderer Unternehmen wie BENQ, NOKIA, und einigen mehr gelernt haben. Zahme Proteste in der Hoffnung, dass die Entscheidung revidiert oder abgemildert wird dürften vergebens sein. Hier müssen die Strategien und Taktiken dringendst geändert werden. Solange die Serienfertigung am neuen Standort noch nicht aufgenommen ist, bleibt der derzeitige Vorstand angreifbar. Vielleicht mal etwas Muskeln spielen lassen wie es einem in Frankreich immer wieder vorgeführt wird. Eine sofortige umfassender Streik würde den Vorstand kurzfristig massiv unter Druck bringen, da er die Verluste nicht mit dem neuen Standort kompensieren kann. Der Aufsichtsrat wird dann möglicherweise sehr schnell tätig!