Ambiente-Special

Rückblick auf die Ambiente-Trends 2009

Natürliche Erlebniswelten

Kauflust statt Krisenstimmung: Die Ambiente verzeichnete mit rund 135.000 Besuchern erwartungsgemäß zwar weniger Gäste – insbesondere aus dem Ausland –, doch dafür zeigten sich die 4.466 Aussteller größtenteils zufrieden mit der Ordertätigkeit. Die Themenschwerpunkte 2009: Ökologisch wertvolle Produkte, große Formenvielfalt und funktionale Ideen für unkonventionellen Food-Konsum.

Innovativ und engagiert traten die meisten der Unternehmen zur Ambiente an. Da die weltweit größte Konsumgütermesse in Frankfurt immer ein wichtiger Gradmesser für die wirtschaftliche Stimmung ist, war die Spannung diesmal besonders groß. Der Optimismus wurde allerdings belohnt. Fast einhellig berichteten die Aussteller, dass der Handel sich ungemein kauflustig zeigte – vom allgemeinen Konjunkturabschwung war somit wenig zu spüren. WMF-Vorstands­vorsitzender Thorsten Klapproth verkündete sogar: „Wir haben keine Krise. Der Konsument hat zurzeit mehr Geld in der Tasche als 2008.“
Gleichwohl ist der Strukturwandel im Handel noch nicht abgeschlossen. Die Fachgeschäfte für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur büßten 2008 insgesamt 2,1 Prozent des Umsatzes ein. Wobei es Gewinner und Verlierer gibt. Die Expansion von Möbelhäusern außerhalb der Städte und das Entstehen immer neuer Einkaufszentren mache es den traditionellen Standorten schwer, attraktiv zu bleiben und einen ausgewogenen Branchenmix zu bieten“, so Thomas Grothkopp, Geschäftsführer des Bundesverbandes GPK. Es fehle der Branche aber auch an Einzelhandelskonzepten, um in Einkaufszentren präsent zu sein.

Rita Breer, Sascha Tapken

Trend 1: MULTI-MORPHING

Lange war die Formenvielfalt nicht so groß, wie aktuell. Gespielt wird mit Positiv-Negativ-Effekten, überdimensionalen Glas-Objekten sowie Asymmetrien. „Clover" ist das englische Wort für Kleeblatt. Und das diente Asa als Vorbild für die gleichnamige Vasen- und Schalen-Serie in trendigem Weiß und Frühlingsgrün (Foto).

Trend 2: PRACTICAL WORLD

Junge Zielgruppen haben andere Essgewohnheiten. Wer nicht am Tisch speist, braucht entsprechend anderes Geschirr. 4 Darauf ausgerichtet: z. B. die Kollektion „Takeat“ von Luminarc. Statt Teller gibt’s „Handy Carre“ in drei Größen mit einem praktischen Loch für den Daumen.

Trend 3: NEW BALANCE

Nachhaltigkeit wird bunter und/oder stylischer. In Kombination mit dem Wellness-Aspekt ergibt sich vielfach eine neue Formensprache. So auch im Falle von „Tao“ von Kahla, das an gewaschene Kieselsteine erinnert.