Alles aus in Austria: Wie die Tageszeitung „Der Standard“ berichtet, hat die Quelle Österreich AG gestern Konkurs beim Landgericht Linz beantragt. Betroffen seien rund 1.100 Mitarbeiter, schreibt das Blatt. Ein Großteil von ihnen werde bereits im November gehen müssen, da nur wenige Hundert für den Abverkauf gebraucht würden.
Das Ende von Quelle Österreich werde sich auch auf 1.000 Lieferanten auswirken, hieß es weiter. Etwa 800 hätten noch offene Forderungen. Insgesamt würden jedoch bis zu 2.600 Gläubiger auf Geld warten. Die Schulden von Quelle Österreich belaufen sich auf knapp 88 Mio. Euro. Demgegenüber stehen Aktiva von 85 Mio. Euro, berichtet das Blatt unter Berufung auf Kreditschutzverbände.
Die Betreiber der Quelle-Shops wollen unterdessen dennoch weitermachen. Die neu gegründete Einkaufs-Kooperation der Quelle-Läden in Deutschland hätte bereits nachgefragt, ob Interesse an einer Zusammenarbeit bestehe. Allerdings müssten die Geschäfte dann unter neuem Namen am Markt auftreten, denn Otto hatte sich die Markenrechte inklusive Russland-Geschäft kürzlich gesichert – für 65 Mio. Euro, wie Branchenkenner taxieren.
Auch in Österreich will Otto noch zuschlagen. Laut „Der Standard“ interessiert sich der Hamburger Konzern für Adressdateien und Warenbestände.