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Aus der Möfa

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Botschaften für Geist und Gefühl

Möfisten auf der Jahreshauptversammlung der MHK

Wer in die Jugend investiert, gewinnt die Zukunft.“ Ein wahrer und bedeutungsvoller Satz, geradezu überlebenswichtig für moderne Wissensgesellschaften. Ausgesprochen wurde er vom Vorstandsvorsitzenden der MHK Group Hans Strothoff im Rahmen der glanzvollen Jahreshauptversammlung in Berlin, die vom 23. bis 25. April stattfand. Über 4.000 Mitglieder reisten aus der Schweiz, Belgien, Spanien, den Niederlanden, Österreich und natürlich Deutschland an. Unter ihnen als Gäste auch 126 Studierende und Dozenten der Fachschule des Möbelhandels.
Auf sie wartete ein perfekt inszeniertes Großereignis mit vielfältigen Begegnungen und Gesprächen, mit Denkanstößen, neuen Perspektiven und echten „Aha“-Erlebnissen. Aufmerksam wahrgenommen wurde zunächst, wie die MHK Group Antworten auf die Kreditklemme im Handel formuliert. Denn, kein Zweifel: Auch viele Studierende an der Möfa interessiert angesichts eigener beruflicher Ziele die Frage, was ein Verband tun kann, um den mittelständischen Fachhandel zu sichern und die Inhaberfamilien zu fördern. Aufschlussreich deshalb, dass im Rahmen eines ehrgeizigen Investitionsprogramms insgesamt 120 Millionen Euro für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung stehen sollen. Eine ermutigende Botschaft für unternehmerisch motivierte Menschen.
„Es ist einfach toll, die Profis zu hören“, schwärmte einer der an­gehenden Küchenfachberater, der mit glänzenden Augen nach Köln zurückkehrte. Er meinte damit sowohl die Ausführungen von Dr. h.c. Wolfgang Clement, dem ehemaligen Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, als auch die Präsentation von Dr. Markus Merk. Zweifellos ist dieser ein charismatischer Redner, der bislang in den Rollen als FIFA-Schiedsrichter, Zahnarzt, Entwicklungshelfer, Ausdauersportler und Management-Trainer Erfahrungen gesammelt hat. Mit Humor zeigte der dreimalige Weltschiedsrichter, wie man mit einem um Freistöße bettelnden David Beckham umgeht oder wie man sich Luis Figo, den portugiesischen Rekordnationalspieler, vom Leib hält. Entscheidungen treffen, im Bruchteil von Sekunden, vor Zehntausenden von Zuschauern, in einer emotional aufgeheizten Welt – kaum einer könnte hierzu wohl mehr Aufschlussreiches sagen als ein Fußballschiedsrichter von internationalem Format. Von ihm lässt sich Sensibilität für das Umfeld lernen und den Mut, selbst in schwierigen Situationen Orientierung zu geben.
Wie war das etwa beim WM-Finalspiel 1974 zwischen Deutschland und Holland? Wurde der Stürmer Bernd Hölzenbein gefoult oder wurde er in der 25. Minute einfach zum „Schwalbenkönig“, der seiner Mannschaft durch Elfmeter zu-nächst zum 1:1-Ausgleich verhalf? Typisch MHK: Kein Aufwand wurde gescheut. Und so kam Bernd Hölzenbein persönlich als Zeitzeuge auf die Bühne, begleitet auch von Nia Künzer, die die Fußballfrauen 2003 per Golden Goal zum ersten Mal zur Weltmeisterschaft führte. Faszinierende Gäste standen vereint auf der MHK-Bühne. Was spielte es da für eine Rolle, dass die Aussagen zum umstrittenen Elfmeter zum Schluss offen blieben?
Was sonst noch beeindruckte: Die feierliche Auszeichnung der schönsten Küchen Europas mit dem „Goldenen Dreieck“. Eine prominente Jury, von Ross Antony über Claudia Effenberg bis hin zu den Umbau-Profis von „Zuhause im Glück“, Eva Brenner und John Kosmalla, hatte entschieden. Eine gute Grundlage für spätere, abendliche Fachsimpeleien in entspannter Atmosphäre innerhalb einer beeindruckenden Messe „Living and Style“.
Eine Preisfrage: Worauf freuen sich Möfisten ganz besonders, wenn sie zu außergewöhnlich früher Morgenstunde mit der Bahn von der Domstadt aus 570 Kilometer weit in Richtung Berlin aufbrechen? Es sind nicht nur die Botschaften für den Kopf. Es sind auch die Emotionen, die glanzvollen Höhepunkte, die grandiosen Aufführungen. Sprechen wir also vom Galaabend. Eine willkommene Gelegenheit – ganz besonders für die Damen –, sich festlich und elegant zu kleiden, um sich damit auch äußerlich von der vorteilhaftesten Seite zu präsentieren. Möbler sind eben Ästheten. Kein Wunder also, dass die noch druckfrische „MHK-Welt“, die Zeitung zum Gipfel-treffen, am Sonntag auf ihrer ersten Seite gerne vier angehende Betriebswirtinnen in festlicher Abendgarderobe zeigte. Weitere Möfisten suchten angesichts einsatzbereiter Fotoapparate die Nähe von Hans Strothoff und von Wolfgang Bahro, bekannt als Professor „Jo“ Gerner aus der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.
Der Abend war schon weit fortgeschritten, als Möfisten schließlich selbst auf die Bühne traten, um in großer Zahl ausdrucksstarke Karaoke-Einlagen zu Klassikern wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ darzubieten. Gute Stimmung also, Zeichen auch für die freundschaftliche Verbundenheit von Schule und Verband. So überrascht es nicht, dass im Rahmen einer Diskussionsrunde über „30 Jahre MHK und 30 Jahre Europa“, moderiert von Frauke Ludowig (RTL), das Statement einer Ex-Möfistin zu hören war. Sie berichtete über die Wurzeln ihres heutigen Erfolgs, die Möfaausbildung.
„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“. Keine Frage: Es hat sich für die Möfisten in jeder Hinsicht gelohnt. Dafür geht ein recht herzlicher Dank an unseren Gastgeber.
Text: Emanuel Seifert,
Helmut Steinmetz
Fotos: Sabine André, Julia Eichin, Felix Zwingmann u.a.

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