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Am Alno-Standort in Pfullendorf (BW) müssen bis Mitte 2014 rund 450 Mitarbeiter gehen.
05.03.2010 12:14 Uhr

Alno"Nicht von Emotionen leiten lassen"

Die Pfullendorfer Alno-Belegschaft kämpft für ihren Standort. Im Düsseldorfer Büro des Küchenkonzerns übergab der Betriebsratsvorsitzende Hermann Zweifel heute dem Vorstandsvorsitzenden Jörg Deisel, dem Vorstandsmitglied Michael Paterka und Stefan Seide, Leiter Personal Konzern, eine Unterschriftenliste gegen die geplante Verkleinerung des Standortes im Regierungsbezirk Tübingen.
Die Übergabe fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil "die Sache im Vordergrund steht, nicht deren öffentliche Inszenierung", wie Deisel erklärte. "Dieses starke Engagement unterstreicht einmal mehr, wie wichtig unserer Pfullendorfer Belegschaft, der hiesigen Bevölkerung und weiteren Interessengruppen der Standort ist. Vor dieser Unterstützungsarbeit haben wir den größten Respekt. Aber wir dürfen uns nicht von Emotionen leiten lassen, und deshalb kann es keine Umkehr von dem Plan geben, den Standort Pfullendorf in einen Produktionsstandort mit administrativen Funktionen zu wandeln"" fasst Deisel zusammen. Das Konzernumbau-Programm "Alno 2013" sieht in den nächsten vier Jahren einen Personalabbau von rund 450 Arbeitsplätzen in Baden-Württemberg vor. Dafür sollen 200 Stellen am Standort Enger (NRW) entstehen. Alno möchte so viele Pfullendorfer wie möglich dorthin mitnehmen. Das Management sieht sich zu dem Schritt gezwungen, um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. "Das Konzept ist alternativlos und die einzige Möglichkeit, das gesamte Unternehmen Alno zu retten. Und davon werden dann am Ende 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren", stellt Deisel klar.

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