FennelInsolvenz angemeldet
Der harte Sanierungskurs half nicht: Wie die Neue Westfälische heute schreibt, meldet Fennel Insolvenz an. Eigentlich sollte das angeschlagene Unternehmen unter anderem mit Kurzarbeit saniert werden, doch dann stornierten zwei ostwestälische Möbelindustrie-Großkunden ihre Aufträge. Zudem waren die Investoren um die Deutsche Bercot-Management Gesellschaft nicht bereit, zusätzliches Geld zur Verfügung zu stellen.
Am Stammwerk Wulferdingsen sind 340 Mitarbeiter betroffen.
Firmengründer Bernd Fennel hatte das Unternehmen vor zwei Jahren an die Deutsche Bercot-Management Gesellschaft verkauft. Diese versuchten vergeblich, das angeschlagene Unternehmen zu sanieren. "Hinzu kam die Finanzkrise und ein Umsatzrückgang von 25 Prozent", so Fennel-Geschäftsführer Karl-August Trawny. Zudem brachen im Frühjahr 2009 zwei Mieter und somit Mieteinahmen weg. "Letztendlich waren die Auftragsstornierungen dann der Stolperstein in die Insolvenz."
Trotzdem hat sich Trawny ein Ziel gesteckt: "Das lautet ganz klar: Wir wollen weitermachen." Dies allerdings mit einer geringeren Produktvielfalt sowie deutlich weniger Mitarbeitern.