Österreichische MöbelindustrieExporte brachen um 14,6 Prozent ein
Während sich der Inlandsmarkt auf einem stabilen Niveau entwickelte, sind auch in Österreich im Krisenjahr 2009 die Exporte der dortigen Möbelbranche stark eingebrochen. Wie die Österreichische Möbelindustrie mitteilte, verbuchten Industrie und Gewerbe bei 1,32 Mrd. Euro ein Minus von 14,6 % (2008: -2,8 %, 1,55 Mrd. Euro). Einbußen waren dabei u.a. in den drei wichtigsten Ausfuhrländern Deutschland (-11,3 %, 524 Mio. Euro), Italien (-37,8 %, 105 Mio. Euro) und Polen mit einem vergleichsweise moderaten Rückgang von 0,9 % (54 Mio. Euro) verzeichnet worden. Im EFTA-Raum dagegen konnte Österreich um 1,4 % (147 Mio. Euro) zulegen. In der Schweiz, als wichtigster Handelspartner außerhalb der EU, wurde sogar ein Plus von 2,8 % (138 Mio. Euro) verbucht. In den übrigen Ländern Europas betrug das Minus 11,1 % (63 Mio. Euro), in Asien 14 % (73 Mio. Euro) und im amerikanischen Raum 29,7 % (15 Mio. Euro), wobei insbesondere die Ausfuhren in die USA um 37,7 % (8 Mio. Euro) einbrachen.
Von dem Exportrückgang im vergangenen Jahr waren alle Teilbranchen betroffen - mit Ausnahme der Matratzenindustrie, die ein Plus von rund 77 Mio. Euro (+2,6 %) erzielte. Die stärksten Verluste gab es in der Büromöbelbranche (-32,5 %, 97 Mio. Euro) und bei Sitzmöbeln (-20 %, 301 Mio. Euro). Bei den Küchenmöbeln ging der Export um 8,7 % (41 Mio. Euro) zurück und bei den Wohnmöbel um 11,4 % (204 Mio. Euro).
Das Importvolumen der österreichischen Möbelindustrie betrug 2009 1,63 Mrd. Euro (-6,7 %). Dabei gingen die Einfuhren aus der EU insgesamt um 7,5 % (1,39 Mrd. Euro) zurück (Deutschland: -3,8 %, 837 Mio. Euro) und aus der Schweiz um 6,4 % (40 Mio. Euro). Steigerungen gab es bei den übrigen europäischen Ländern ( +6,7 % , 40 Mio. Euro) und Asien (+10,8 %, 141 Mio. Euro). [page_break]
Aktuell wird die wirtschaftliche Situation von den österreichischen Möbelherstellern weiterhin als schwierig angesehen, so das Ergebnis des WIFO Konjunkturtests im Auftrag der Österreichischen Möbelindustrie. Grund dafür sei der anhaltende negative Trend bei der Kapazitätsauslastung mit 76,69 %. Zudem befänden sich auch die Auftragsbestände nach wie vor auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Die Produktionserwartungen für die kommenden drei Monate werden dagegen vor allem von Wohn- und Küchenmöbelherstellern positiv eingeschätzt, hieß es weiter.
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