Ostermann vs. ZurbrüggenEs wird hart geschossen
In Herne will Zurbrüggen eigentlich spätestens Anfang 2012 seinen fünften Standort eröffnen. Doch jetzt scheint Konkurrent Ostermann dem Atlas-Mitglied Steine in den Weg zu legen. Wie das Online-Portal "Der Westen" berichtet, haben die Anwälte von Ostermann die Herner Stadtwerke verklagt und Einsicht in den Kaufvertrag für das 62.000 qm große Grundstück direkt an der A 43 gefordert, auf dem sich Zurbrüggen niederlassen will. Die Justitiare des Begros-Mitgliedes würden sich dabei auf das Informationsfreiheits-Gesetz NRW berufen, wonach jeder Bürger die bei den öffentlichen Stellen vorhandenen amtlichen Informationen einsehen dürfe. Ostermann sei der Ansicht, dass der Verkauf des Filet-Grundstückes durch die Stadtwerke hätte ausgeschrieben werden müssen.
"Ich bin schon erstaunt, dass Ostermann diesen Weg gewählt hat", kommentierte Christian Zurbrüggen das Vorgehen gegenüber dem Online-Portal. Natürlich würde sich "keiner der großen Möbelhändler über weitere Konkurrenz im direkten Umfeld" freuen. Dennoch sei es "ungewöhnlich", das Projekt auf diese Weise zu verzögern.
Ähnlich sehen es auch die Herner Stadtwerke. Für eine Vertragseinsicht sehen sie keine Verpflichtung. "Wir sind keine öffentliche Institution, wir sind ein Wirtschaftsunternehmen, das dem Aktiengesetz unterliegt", sagt Prokurist Hans-Josef Mertens.
Ostermann betreibt aktuell vier Häuser in Recklinghausen, Bottrop, Witten und Haan. Zurbrüggen ist in Bielefeld, Delmenhorst, Oelde und Unna ansässig. In Herne will das Atlas-Mitglied für 30 Mio. Euro einen weiteren Standort mit einer VK-Fläche von 29.000 qm errichten. Trotz der Klage laufe das Planverfahren weiter, "so dass wir hoffen, spätestens Anfang 2012 unser neues Haus in Herne zu öffnen", erklärt Christian Zurbrüggen.
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