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09.08.2010 15:27 Uhr

EggerEine Milliarde Euro für weiteres Wachstum

Der österreichische Holzwerkstoffhersteller Egger verzeichnete im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von 1,478 Milliarden Euro. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Minus von zwei Prozent. Die Produktionskapazitäten bei Holzwerkstoffen inklusive Schnittholz stiegen leicht von 6,35 auf 6,38 Millionen Kubikmeter. Das EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent gesteigert werden und liegt nun bei 236 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 34 auf 36 Prozent. Aktuell sind 5.800 Mitarbeiter bei Egger beschäftigt.
"Diese Entwicklung zeigt uns, das wir auf die Herausforderungen der Krise richtig reagiert haben", so Thomas Leissing, Leiter Finanzen/Verwaltung/Logistik der Egger-Gruppe und Sprecher der Gruppenleitung.
Egger habe sich eine gute Ausgangsposition für weiteres Wachstum geschaffen und kann optimistisch nach vorne blicken, heißt es aus dem Unternehmen. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferten das seit Herbst 2009 wieder deutlich gestiegene Auftragsvolumen und die in der Folge verbesserte Auslastung der Anlagen. Zudem machten sich niedrigere Rohstoffkosten und die Reduktion der Fixkosten positiv bemerkbar.
Investitionen wurden im Rahmen der Krisenstrategie deutlich reduziert. 88,6 Millionen Euro statt im Jahr zuvor 201,9 Millionen Euro wendete das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf. Mit der Übernahme von 71,5 Prozent der Anteile des türkischen Kantenherstellers Roma Plastik kann Egger seine Präsenz auch in den strategisch wichtigen Märkten Osteuropas stärken und seine Position als Komplettanbieter weiter ausbauen. Egger plant zudem seinen Wachstumskurs mit der Errichtung von zwei neuen OSB-Werken in Russland und Osteuropa fortzusetzen.
Nach der krisenbedingten Verschnaufpause hat die Egger-Gruppe sein "Nachhaltiges Wachstumsprogramm" wieder aufgenommen: Es sieht Investitionen von einer Milliarde Euro in fünf Jahren vor.