HummelDie Lichter gehen endgültig aus
Aus und vorbei: Beim insolventen Polstermöbelhersteller Hummel wurde die zunächst wieder aufgenommene (Teil-) Produktion heute endgültig eingestellt. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Linse, jetzt mit. Seine anfängliche Einschätzung, dass die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Sanierung des Unternehmens schwierig bis aussichtslos waren, hätten sich bestätigt. Gespräche mit Investoren seien "im Sande verlaufen". "Letztlich war auf Grund der gegebenen Rahmenbedingungen kein Investor bereit, neues Geld in die Hand zu nehmen und den Hummel-Produkten eine Zukunft zu geben", hieß es.
Linse bedauerte es, "dass ein sehr früher (rechtzeitiger) Insolvenzantrag nicht als Chance zur Rettung des Unternehmens in unserem Wirtschaftsraum verstanden wird. Oftmals schieben die verantwortlichen Organe eine solche Antragstellung zeitlich weit hinaus. Dann ist aber die Sanierungschance auf Grund fehlender Liquidität, Ablauf des Insolvenzgeldzeitraums usw. vertan."
Von dem Aus bei Hummel sind 140 Mitarbeiter betroffen. Schon vor fünf Jahren hatte das Vorgängerunternehmen Hermann Hummel Insolvenz anmelden müssen. Dadurch wurden die jetzigen Produktionsräume vom damaligen Insolvenzverwalter lediglich angemietet. Sie stehen nun ebenfalls zur Disposition.
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