MHKAus für "Designo" - nur die Küchenmarke bleibt
Zum Jahresende wird die MHK-Eigenmarke "Designo" auslaufen, so kündigt heute Marketing-Vorstand Dr. Daniel Schmid an. "Wir sind seit Jahren über 50 Händler nicht hinaus gekommen. Damit kann man auf Dauer keine Rendite machen, weil die Stückzahlen einfach zu klein sind für Eigenentwicklungen und um gute Einkaufspreise zu erzielen", so lautet die plausible Erklärung. Zu über 70 Prozent als Shop-in-shop-Lizenz auf die Großfläche sowie auf andere Vollsortimenter ausgerichtet, begrenzte sich das Wachstumspotenzial nicht zuletzt dadurch, dass die in Frage kommenden Möbelhäuser immer häufiger selbst Eigenmarken mit Exklusivprodukten entwickeln und forcieren. Was naturgemäß auch zur Kollision der verschiedenen Verbandsinteressen führte.
Die Entscheidung betrifft jedoch nur das Wohnmöbelsortiment - für das rund 20 Unternehmen geliefert haben. Wobei dies auch für die Außendienstmitarbeiter Rainer Lange und Michael Stehle den Abschied von der MHK bedeutet. Im Gegensatz dazu habe sich die Schiene "Designo-Küchen" mit derzeit 35 Händlern - alle kommen aus der MHK-Gruppe - sehr gut etabliert und sei auch weiterhin ausbaufähig. Auch der Wechsel von Pronorm zu Leicht vor zwei Jahren habe der Marke gut getan, erklärt Schmid.
Der Einstieg in die Designo-Lizenz war für MHK vor acht Jahren das Vorspiel zur WK-Übernahme. Mittlerweile kommen den Eigenmarken immer größere Bedeutung zu. Auch das Zusammenspiel von Designo als Premiummarke und Elementa für die breitere Vermarktung - begleitet von spezifischem Marketing - werde von den Küchenhändlern in der MHK Group gut umgesetzt. Elementa haben inzwischen rund 200 Mitglieder im Sortiment. Lieferanten sind Häcker fürs Inland und Schüller im Ausland.
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